Zu ihrer Generalversammlung im Velodrome Grenchen war Rolf Graf, Sicherheitsberater der Kantonspolizei eingeladen. Er brachte einen «Assistenten» mit, der sich nach und nach als wahrer Zauberkünstler entpuppte, der sämtliche Tricks von Taschendieben perfekt beherrscht: Urs Saner. Was Graf in der Theorie erklärte, zeigte sein «Assistent» gleich anschliessend in der Praxis.

Daneben war aber auch der berühmt-berüchtigte Enkeltrick ein Thema. Rolf Graf zeigte auf, dass auch Betrüger lernfähig sind. Nachdem der Enkel-Trick inzwischen mehrheitlich bekannt sei, würden die Ganoven sich neuerdings meist als «Onkel» aus geben. Dabei werden dann potentielle Opfer noch von einem «Polizisten» angerufen der darum bittet, auf den Vorschlag des Betrügers einzugehen, damit man ihn bei der Geldübergabe dingfest machen könne.

Die Lehre daraus: Nie auf solche Anrufe eingehen, aber sofort selber die Polizei anrufen.
Marcel Huber, eben neu in den Vorstand gewählt, referierte zum Thema Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung. Der erst kürzlich pensionierte Amtsschreiber des Bezirks Thal-Gäu zeigte auf, wie die seit Anfang 2013 gültige Gesetzgebung im Kinder- und Erwachsenenschutzrecht in der Praxis umgesetzt werden kann.

Anhand von Mustertexten eines Vorsorgeauftrages und einer Patientenverfügung erhielten die 35 Mitglieder auch einen konkreten Textvorschlag. Die restlichen Traktanden handelte Präsident Peter Henzi im Rekordtempo ab sodass bald ein reichhaltiger Apéro folgen konnte.