Am Dienstagabend ging um 19.50 Uhr bei der Alarmzentrale die Meldung über einen Autofahrer ein, der bei Wangen an der Aare auf der falschen Fahrbahn in Richtung Bern eingefahren sei.

Sofort ergriff die Kantonspolizei Solothurn die entsprechenden Warnmassnahmen. In solchen Fällen würden Verkehrsmeldungen übers Radio durchgegeben und Temporeduktionen signalisiert, wie Andreas Mock, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn erklärt.

Zudem wurden mehrere Patrouillen auf die Autobahn geschickt, die Kantonspolizei Bern sperrte die Autobahn A1 zwischen Kirchberg und Kriegstetten. Meldungen über Falschfahrer sind laut Mock zwar selten, ist aber jemand in die falsche Richtung unterwegs, «muss alles sehr schnell gehen». 

Manchmal merken die Falschfahrer selbst, dass sie nicht korrekt eingespurt sind und wenden – nicht aber dieser Autofahrer. Er fuhr von Wangen an der Aare einfach weiter und weiter. 

Eine Patrouille der Kantonspolizei Solothurn konnte den Falschfahrer dann kurz nach 20 Uhr auf der Autobahn nach der Ausfahrt Kriegstetten feststellen. «Unter Einsatz von Blaulicht, Horn und Handzeichen verlangsamte er seine Fahrt, hielt an und wendete sein Auto», heisst es in der Polizeimeldung. Ein Polizist ging sich zum Auto und verhinderte, dass der 89-jährige Lenker weiterfuhr. 

11 Minuten nach Eingang der Meldung bei der Polizei konnte der Falschfahrer aus dem Verkehr gezogen werden. Dem verwirrt wirkenden Mann wurde der Führerausweis abgenommen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen kam es unmittelbar nach Auffahrt auf die Autobahn zu einer Streifkollision zwischen dem Falschfahrer und einem Personenwagen. Dabei wurde laut Polizei niemand verletzt. Während der rund 10 Kilometer langen Falschfahrt kam es zu keinen weiteren Unfällen. (ldu)