Solothurner Wetter
Auf ein spätes Sömmerchen folgte nach Martini der Schnee

Bis zum 11. November war das Wetter von reichlich Regen und milden Temperaturen geprägt. Dann folgte Schnee bis ins Mittelland. Ende November zeigte sich nochmals die Sonne, begleitet von einer strammen Bise.

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Gleicht einer Märchenlandschaft: Das Kurhaus Mitte November, umgeben von verschneiten Tannwipfeln.

Gleicht einer Märchenlandschaft: Das Kurhaus Mitte November, umgeben von verschneiten Tannwipfeln.

Andreas Kaufmann

Der November 2013 hatte zwei Gesichter: Ein mildes, Graufeuchtes und ein kaltes, Sonniges. Das ergab im Monatsmittel einen eher kühlen Monat mit 5,1 Grad. Und etwas mehr Regen als im langjährigen Durchschnitt war auch zu verzeichnen: In Solothurn fielen 116,5 Liter Wasser pro Quadratmeter, im Wallierhof Riedholz wurden gar 152,1 Liter registriert.

Zuerst der Regen, dann der Schnee

Hochnebel zu Allerheiligen ist das Normalste der Welt und passt zu diesem eher düsteren «Friedhofstag». Dann aber drehte die Witterung definitiv in nasses, aber mildes Westwindwetter – ein ebenfalls typischer Wettercharakter für den letzten Herbstmonat. Bis Martini, 11. November, regnete es fast jeden Tag, einmal abgesehen vom 7. November, als es nochmals fast 20 Grad warm wurde und sich einzelne Nachtschwärmer draussen noch bis gegen 22 Uhr einen genehmigten.

Der Winter hatte bis dato erst am 3. kurz auf dem Weissenstein vorbeigeschaut, doch ab dem 10. November war Ende Grün auf dem Solothurner Hausberg. Pünktlich zum Saisonschluss im Kurhaus gabs reichlich Schnee, der sich zumindest fleckenweise über die nächsten Tage hielt. Nun schob nämlich der November seine berühmte Spezialität nach: Hochnebel, und zwar ganztägig. Ab dem 20. November zog der Winter dann seine Register, überzuckerte den Jura gleich bis hinab ins Mittelland, wobei dort das «Schümli» nur gerade zwei Tage lang zu besichtigen war.

Ab dem 25. dagegen hielt der November eine Überraschung parat, die man ihm sonst kaum zutraut: eine Serie von sonnigen, nebelfreien Tagen. Durchzogen zwar von einer strammen Bise und kalten Temperaturen – aber immerhin. Am 26. November gabs den ersten Bodenfrost überhaupt im Herbst 2013, tags darauf den ersten Eistag. In der Nacht vom 29. auf den 30. war nochmals Schnee ein Thema – allerdings hielt sich das Ganze trotz Grosseinsatz der Pflüge in Grenzen.

Es wird nochmals weiss

Nach den aktuellen Modellen fällt am Wochenende vor allem vom Freitag auf den Samstag Schnee – doch wohl kaum die ganz grossen Mengen. Dann scheint sich ein äusserst robustes Hoch der Marke «unten grau und oben blau» durchzusetzen. Möglich, dass man bis Weihnachten den Schnee überall suchen muss... (ww)