Utzenstorf
Auf den Spuren der abgestürzten oder notgelandeten Bomber

Vor 75 Jahren musste ein amerikanischer Bomber auf einem Kartoffelfeld in Utzenstorf notlanden. Das war der Auslöser für Rolf Zauggs Museum.

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Am 17. August 1943 musste ein amerikanischer Bomber B-17 notlanden. Die «Battle Queen» war über dem deutschen Schweinfurt getroffen worden, konnte jedoch zu Beginn noch in der Formation weiterfliegen. Als die Besatzung am Bodensee merkte, dass es nicht mehr reichte, liess sie den Bomber Richtung Schweiz ausscheren. In Utzenstorf musste das beschädigte Flugzeug notlanden. Die Besatzung blieb praktisch unverletzt, sie wusste zu diesem Zeitpunkt aber nicht, dass sie sich in der Schweiz befindet.

Diese Notlandung war der Auslöser für das Museum von Rolf Zaugg, das er in einem Keller in Utzenstorf betreibt. 238 Flugzeuge fremder Armeen machten im Verlaufe des Zweiten Weltkriegs eine Notlandung in der Schweiz oder stürzten hier ab. Im Museum hat Rolf Zaugg Akten, Kleidung und andere Habseligkeiten der Fliegerbesatzung ausgestellt, die nach dem Krieg auftauchten. Alles sind Originalstücke.

Der Sammler möchte diesen Teil der Geschichte für die Nachwelt erhalten. «Denn die Leute, die es erlebt haben, sterben langsam weg», sagt er gegenüber TeleM1.

Die Notlandung in Utzenstorf ist auch fotografisch dokumentiert, obwohl dies verboten gewesen wäre. Bauern knipsten Fotos und tauschten im Anschluss die Filmrollen durch leere Filme ein. Wenn sie durch die Polizei angehalten wurden, konnten sie so die leeren Rollen abgeben. (ldu)