Corona
Auch Solothurn verschärft Regeln für Schulen: Fernunterricht für Kanti und Berufsschule – Maske ab 5.Klasse

An den Volksschulen im Kanton Solothurn gilt ab kommenden Montag Maskenpflicht ab der 5. Klasse, Kantons- und Berufsschulen gehen in den Fernunterricht. Es gibt dort aber eine Präsenzmöglichkeit.

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Kantons- und Berufsschüler müssen wieder in den Fernunterricht.

Kantons- und Berufsschüler müssen wieder in den Fernunterricht.

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die Lage im Kanton Solothurn hat sich auf hohem Niveau stabilisiert, das Gesundheitssystem ist weiterhin sehr angespannt. Neue Virus-Mutationen sorgen zusätzlich für Unsicherheit. Der Bundesrat hat am Mittwoch keine Schulschliessungen festgelegt und mögliche weitergehende Massnahmen den Kantonen überlassen.

Der Aargau entschied schon am Mittwoch, dass die Schulen der Sekundarstufe II bis Ende Februar in den Fernunterricht wechseln. Am Donnerstag zieht der Kanton Solothurn nach. Die Kantons- und Berufsfachschulen werden ab Montag, 25. Januar 2021, bis Freitag 26. Februar 2021, ihren Unterricht im Fernunterricht weiterführen, wie aus einer Medienmitteilung der Staatskanzlei hervorgeht. Der Entscheid fiel, obwohl «mit den ergriffenen Massnahmen und den gut funktionierenden Schutzkonzepten an den Schulen» im Kanton bisher grössere Ausbrüche verhindert werden konnten.

Mobilität reduzieren

Mit der Home-Office-Pflicht seien Lehrbetriebe teilweise geschlossen, und das Treffen im privaten Bereich sei auf fünf Personen beschränkt. Mit dem bewussten Wechsel in den Fernunterricht will der Kanton Solothurn – in Absprache mit den Schulleitungen – einen gezielten Beitrag zur Reduktion der Mobilität im öffentlichen Verkehr und damit zur Minimierung der Ansteckungsrisiken leisten: 11'000 Schülerinnen sind so nicht mehr unterwegs.

Punktuelle Präsenzmöglichkeiten für die Erreichung der Promotionen, des Qualifikationsverfahrens und der Abschlüsse sollen aber weiterhin möglich sein. «Die Schulen sind auf diese Situation vorbereitet, haben sie ihren Unterricht doch bereits in der ersten Januarwoche via Fernunterricht erfolgreich erteilt», so der Kanton. Gleichzeitig werde auch die Unsicherheit zum weiteren Vorgehen für die nächsten fünf Wochen - davon zwei Wochen Sportferien - für alle Beteiligten geklärt.

Hier sind punktuelle Präsenzmöglichkeiten möglich

Um allen Schülerinnen und Schülern auch unter diesen erschwerten Umständen einen erfolgreichen Ausbildungsweg zu ermöglichen, ist für bestimmte Situationen weiterhin eine punktuelle Präsenz an den Schulen gemäss Covid-19-Verordnung nötig.

So soll frühzeitig und gezielt möglichen negativen Auswirkungen als Folge des Fernunterrichts entgegengewirkt werden. Vom Grundsatz des Fernunterrichts kann in folgendem Fall abgewichen werden:

- Alle überbetrieblichen Kurse sowie die kantonalen Lehrwerkstätten (Zeitzentrum/Uhrmacherschule und Schule für Mode und Gestaltung) sind von dieser Regelung ausgenommen. Es gelten die entsprechenden Schutzmassnahmen und Vorgaben der zuständigen Verbände, Organisationen oder Institutionen

- Die Schulleitungen der Kantonsschulen und der Berufsbildungszentren sorgen für die Einhaltung der schulspezifischen Schutzkonzepte und für die Einhaltung der Covid-19-Verordnung.

- Sie haben die Kompetenz über schulspezifische Ausnahmen vom Fernunterricht zu entscheiden:
Durchführung von Prüfungen oder Leistungsnachweisen für Semesterpromotionen, zu deren Beurteilung die Präsenz vor Ort wichtig ist. Unterrichtsaktivitäten, die notwendiger Bestandteil eines Bildungsgangs sind und für deren Durchführung eine Präsenz vor Ort erforderlich ist (bspw. Werkstattpraxis oder Laborarbeiten). Unterrichtsaktivitäten für Klassen, Gruppen von Lernenden oder einzelne Lernende mit erhöhtem Betreuungs- resp. Unterstützungsbedarf (Integrationsangebote, Attestklassen, etc.)

Volksschulen – Maskenpflicht ab 5. Klasse

Auch in der Volksschul-Stufe gibt es Änderungen: Aufgrund der Fallentwicklung der Mutationsvarianten sieht es der Kanton als angezeigt, proaktiv die Schutzstufe zu erhöhen und eine Maskenpflicht auf Schülerinnen und Schüler ab der 5. Primarschulklasse auszuweiten. Diese gilt ab Montag, 25. Januar 2021 bis voraussichtlich mindestens Ende Februar.

Diese Massnahme soll helfen, den Präsenzunterricht möglichst lange aufrecht zu erhalten sowie den Schutz der Lehrerinnen und Lehrer zu erhöhen.

Ski- und andere Schullager werden bis zu den Frühlingsferien nicht durchgeführt. Die Möglichkeit zum Einsatz von Pädagogischem Ergänzungspersonal (PEP) wird verlängert. (ldu/sks)

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