Polizeibeamte
Auch Polizisten erhalten keinen Teuerungsausgleich

Das Verhältnis zum Arbeitgeber Kanton sei gut, hiess es an der Versammlung der Solothurner Polizeibeamten. Die Polizisten möchten aber Möglichkeiten für vorzeitige Pensionierungen.

Clemens Ackermann
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Der neue gewählte Vorstand des Verbandes (von links): Roger Huber, Martin Gunzinger (Kassier), Martin Iseli, Beni Flückiger, Rahel Nyfeler, Peter Hugi (Vizepräsident), Reto Frankiny (Aktuar), Roberto Zanetti (Präsident), Marc Obrecht, Martin Zürcher. Nicht auf dem Bild ist Patrick Amrein.

Der neue gewählte Vorstand des Verbandes (von links): Roger Huber, Martin Gunzinger (Kassier), Martin Iseli, Beni Flückiger, Rahel Nyfeler, Peter Hugi (Vizepräsident), Reto Frankiny (Aktuar), Roberto Zanetti (Präsident), Marc Obrecht, Martin Zürcher. Nicht auf dem Bild ist Patrick Amrein.

Clemens Ackermann

Die Solothurner Polizeibeamten stehen in einer ungetrübten Beziehung zum Kanton. Das kam diese Woche an der 107. Delegiertenversammlung des Verbandes der solothurnisch-kantonalen Polizeibeamten (VSKPB) in Obergösgen deutlich zum Ausdruck, wo gleich beide Solothurner Ständeräte anwesend waren. Der höchste Solothurner, Kantonsratspräsident Ernst Zingg, dankte den Polizeibeamten ausdrücklich für ihre Arbeit, die mit ihrem Dienst die Sicherheit im Kanton gewährleisteten. Das gute Einvernehmen beruht auf Gegenseitigkeit. Roberto Zanetti, Präsident des VSKPB, attestierte der Polizei einen guten Rückhalt in der Bevölkerung: «Der Ruf der Kantonspolizei ist hervorragend.»

Kein Teuerungsausgleich

Der VSKPB ist auch ein wichtiges Mitglied im Staatspersonalverband. Die Zusammenarbeit mit diesem Verband bezeichneten sowohl Zanetti als auch Pirmin Bischof, Sekretär des Staatspersonalverbandes, als ausgezeichnet.

Mit zustimmendem Stillschweigen nahm die Versammlung auch die Ausführungen der Verbandsspitzen zu den Verhandlungsergebnissen am Runden Tisch zu den Sparmassnahmen des Kantons zur Kenntnis. Pirmin Bischof erwähnte ausdrücklich den Verzicht des Staatspersonals auf einen Teuerungsausgleich für vier Jahre. Und Roberto Zanetti meinte zur politischen Grosswetterlage, es sei im Moment nicht die richtige Zeit, mit Finanzbegehren an den Kanton zu gelangen.

Die Treue der Polizei zum Staat bedeutet nicht, dass der VSKPB nicht eigene Anliegen hätte und diese nicht bei den zuständigen Stellen anbringen würde. VSKPB-Präsident Roberto Zanetti erinnerte an das weiter bestehende Anliegen der Polizeibeamten, Möglichkeiten für vorzeitige Pensionierungen zu schaffen. Dieses Anliegen war an der Delegiertenversammlung 2014 in Form einer Erklärung an die Finanzkommission des Kantonsrates zum Ausdruck gebracht worden. Hier wäre mit relativ wenig Geld eine markante Verbesserung der Sicherheit im Kanton zu erreichen, erinnerte Zanetti.

Integration der Stapo Olten

Die Auflösung der Stadtpolizei Olten hat auch Auswirkungen auf den VSKPB. Der Vorstand des Verbandes hat beschlossen, die Polizeibeamten der Stadt Olten ab dem 1. Januar 2015 als Untergruppe kollektiv aufzunehmen. Auf Förmlichkeiten verzichtete der VSKPB, da die Stadtpolizei nur noch begrenzte Zeit besteht. Durch die Aufnahme der Stadtpolizei ist der Mitgliederbestand des VSKPB um 28 Personen auf total 560 gewachsen.

Die Finanzen hat Kassier Martin Gunzinger bestens im Griff, wie der Revisionsbericht bestätigte. Die Rechnung 2014 weist einen Überschuss von 3723 Franken aus. Budgetiert war ein Defizit von 1500 Franken. Das Budget 2016 bewegt sich im Rahmen der Vorjahre. Der Mitgliederbeitrag bleibt bei 156 Franken.

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