Laut Staatsvertrag zwischen den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn über die Fachhochschule Nordwestschweiz hat der Fachhochschulrat die strategische Führung inne.

Soeben haben die vier Regierungen dessen Mitglieder für die Amtsperiode 2015 bis 2017 bestimmt. Dabei fällt auf: Noch immer fehlt eine Solothurner Vertretung.

Neben acht bisherigen Fachhochschulräten sind Antonietta Pedrazzetti und Christoph Haering in das oberste strategische Führungsorgan der FHNW gewählt worden. Pedrazzetti mit Wohnort Münchenstein BL hat eine leitende Funktion bei Hoffman La Roche inne. In Bottmingen und damit ebenfalls im Kanton Basel-Landschaft ist Christoph Haering zu Hause, der den Bereich Darstellende Künste und Literatur beim Migros Kulturprozent verantwortet. Die beiden ersetzen die auf Ende 2014 austretenden Fachhochschulräte Rolf Schaumann und Peter Meier-Abt. Präsidieren wird den Rat auch in den nächsten drei Jahren Ursula Renold aus Brugg.

Fehlt es im Kanton Solothurn an geeigneten Persönlichkeiten? Eine Frage, die Bildungsdirektor Remo Ankli verneint: «Ein Solothurner Name figurierte auf der Shortlist für einen Ersatz der beiden Rücktritte», sagte er am Freitag auf Anfrage. Die betreffende Person habe sich aber nicht für das Amt entschieden. Mit Doris Aebi (Schöfland) und Peter Kofmel (Bern) sitzen immerhin zwei Personen «mit einem starken Solothurner Bezug» im Fachhochschulrat, meinte Ankli.

Wichtiger als die regionale Vertretung sei aber die fachliche Kompetenz in den verschiedenen die Fachhochschule betreffenden Bereichen. Zu wenig gut vertreten sei der technische Bereich. (esf)