Weissenstein

Auch im «Übergangsjahr» fährt die Seilbahn erfolgreich bergauf

Federt die «Kurhaus-lose Zeit» ab: Das «Seilbahn-Beizli» der SWAG.

Federt die «Kurhaus-lose Zeit» ab: Das «Seilbahn-Beizli» der SWAG.

Die Bauarbeiten am Kurhaus machten das Jahr 2018 zur wahren Herausforderung für die Seilbahn Weissenstein AG. Ab der Hotel-Eröffnung am 1.August kommen eine Kapazitätserhöhung und ein zeitweiliger Zweischichtenbetrieb zum Tragen.

2018 sei ein «Übergangsjahr» voller ausserordentlicher Ereignisse gewesen, schreiben die Verantwortlichen der Seilbahn Weissenstein AG (SWAG) im Jahresbericht. Dass die Bauherrschaft des Hotels Weissenstein den Restaurationsbetrieb während des Umbaus gleich ganz eingestellt hat, habe die SWAG zu «Restaurateuren wider Willen» gemacht. Mit eigenem Personal sei die Garage der Bergstation kurzerhand in ein provisorisches Restaurant umgebaut und Personal rekrutiert worden, blickt der Verwaltungsrat zurück.

So hätten die Bergbesucher im «Seilbahn-Beizli» und auf der Hotel-Terrasse doch mit einem kulinarischen Grundangebot versorgt werden können. Dank dieses Ersatzangebotes habe die Bahn nicht noch höhere Frequenzeinbussen als die tatsächlich eingetretenen 20 Prozent verzeichnen müssen, schreiben die Verantwortlichen. Sie rechnen damit, dass das Provisorium per 1. August unter dem Strich selbsttragend abgeschlossen werden kann.

Das Beispiel unterstreicht die gegenseitige Abhängigkeit von Seilbahn und Hotel. Entsprechend erwartungsfroh blicken Urs Allemann und Rolf Studer, Präsident bzw. Vizepräsident des SWAG-Verwaltungsrates, in die Zukunft. Sie seien überzeugt, «dass Hotel und Bahn in Symbiose leben sollen und durch gute Zusammenarbeit gegenseitig voneinander profitieren können». Entsprechend freue man sich «auf ein partnerschaftliches Engagement und eine fruchtbare Zusammenarbeit».

Kapazitäten ausgebaut

Im Hinblick auf die Eröffnung des um- und ausgebauten Hotels Weissenstein am kommenden 1. August hat die SWAG etliche Vorleistungen erbracht und 1 Mio. Franken in den Ausbau der Gondelgarage, die Anschaffung zusätzlicher Gondeln und die Steigerung der Bahn-Förderleistung von 900 auf 1200 Personen pro Stunde gesteckt. Zum «neuen Zeitabschnitt auf dem Weissenstein», der mit der Hoteleröffnung beginne, will die Bahn weitere Beiträge leisten. Dazu zählen vermehrte Nachtfahrten, ein zeitweiser Zweischichtenbetrieb sowie neue Kundenangebote im Verbund mit dem Hotel. Daraus wiederum sollen auch gesteigerte Erträge und eine vermehrte Unabhängigkeit für die Bahn resultieren.

Im letzten Jahr transportierte die SWAG 231'570 Passagiere (Vorjahr: 296'965). Der Rückgang wird weitgehend auf den Hotel-Umbau zurückgeführt. In der Erfolgsrechnung 2018 – vom Verwaltungsrat als «unterdurchschnittliches Jahr» bezeichnet – steht einem Betriebsertrag von 2,720 Mio. ein Betriebsaufwand von 1,417 Mio. Franken gegenüber. Vom Betriebsergebnis von 1,303 Mio. bleibt nach Abschreibungen und Steuern ein Jahresgewinn von 337'685 Franken.

Der Start ins 2019 ist gemäss Verwaltungsrat dank einer schönen Schlittelsaison gut gelungen. Die Betriebsorganisation werde ausgebaut um die zeitweise erweiterten Betriebszeiten gewährleisten zu können. Nach einem Pilotjahr sollen die Rentabilität der erhöhten Verfügbarkeit überprüft und das Betriebskonzept festgelegt werden.

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