Rehkitze

Auch im Juni droht noch der Mähtod

Rehkitzrettung gehört zum aktiven Hege-Einsatz der Solothurner Jägerinnen und Jäger.

Rehkitzrettung gehört zum aktiven Hege-Einsatz der Solothurner Jägerinnen und Jäger.

«Achtung: Rehkitze auch in Ökoflächen!» Unter diesem Titel lanciert RevierJagd Solothurn, der Dachverband der Jäger, einen Appell an die Solothurner Landwirte. Sie werden aufgerufen, sich vor dem Mähen der Öko-Heu-Flächen mit der örtlichen Jagdgesellschaft in Verbindung zu setzen.

Hintergrund der Aktion: Zu den als ökologische Ausgleichsflächen ausgeschiedenen Flächen zählen auch Öko-Heu-Flächen, die in der Regel erst nach dem 15. Juni gemäht werden dürfen. Oft sind diese Flächen eigentliche Inseln in der sonst ausgemähten Landschaft. Dies schätzen auch Wildtiere, die gerne ihre Jungtiere darin verstecken. Nun setzen Rehe ihre Kitze zwar in der Regel Mitte Mai. Es seien aber auch Mitte Juni immer noch viele Rehkitze im hohen Gras versteckt, wie RevierJagd Solothurn ausführt. Es sei deshalb zwingend, dass auch vor dem Mähen der Öko-Heu-Flächen die Wiesen nach Rehkitzen abgesucht werden. Hier bieten die Jagdgesellschaften allen Landwirten ihre Unterstützung an. Damit die betroffenen Flächen verblendet und zeitgerecht abgesucht werden können, sind die Jäger aber auf eine rechtzeitige Kontaktnahme angewiesen.

Die auf Grund der guten Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft erfolgreichen Kitzrettungsaktionen im Mai sollten für alle Involvierten Motivation sein, auch in der zweiten Runde wieder alles daran zu setzen, dass keine Rehkitze dem Mähtod zum Opfer fallen, so die Jäger. (szr)

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