Die fünf Schweizer Kernkraftwerke liefern rund 40 Prozent der inländischen Stromproduktion. Wie der Bundesrat und die Mehrheit des Parlamentes ist der Kantonal-Solothurnische Gewerbeverband überzeugt, dass mit einer überstürzten Abschaltung dieser Kraftwerke die Versorgungssicherheit auf Jahre hinaus aufs Spiel gesetzt würde.

Wie der Gewerbeverband in einer Mitteilung festhält, sei es völlig illusorisch, innert nur eines Jahres die benötigten gewaltigen Produktionskapazitäten aus dem Boden stampfen zu können. Heute dauert es Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, bis neue Wasserkraftwerke oder Windturbinen ans Netz gehen.

Selbst der Aus- und Umbau des Stromnetzes – eine wichtige Bedingung für die Neu-ausrichtung der Energieversorgung und für zusätzliche Stromimporte – dauert wegen Einsprachen meistens 10 bis 15 Jahre.

Der Schweizer Strommix ist heute dank der hohen Anteile aus Wasserkraft und Atomkraft sehr emissionsarm und somit ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Klimapolitik. Mit der Ausstiegsinitiative würde aus den Schweizer Steckdosen bereits ab 2017 Kohlestrom aus Deutschland oder Atomstrom aus Frankreich fliessen.

Den Stromimport aus fossilen Quellen als Alternative zu nehmen ist kurzsichtig und macht die Schweiz stärker vom Ausland abhängig. Die Initiative schadet der Um-welt und verlagert die Verantwortung für unsere Versorgungssicherheit ins Ausland.

Die Ausstiegsinitiative ist eine Kurzschlusshandlung. Bundesrat und Parlament haben für einen wirklich geordneten Atomausstieg die Energiestrategie 2050 verabschiedet. (mgt)