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Ascom verabschiedet sich aus Bern - In Solothurn verbleiben 60 Angestellte

Bald wird in Bern ein wichtiges Stück Industriegeschichte zu Ende gehen. Der einstmals grosse Ausrüster und Zulieferer der Telekombranche, Ascom, wird sich nach dem Verkauf eines letzten Teilbereichs vollständig aus Bern zurückgezogen haben.

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Künftig wird Ascom keine Angestellten in Bern mehr beschäftigen. (Archiv)

Künftig wird Ascom keine Angestellten in Bern mehr beschäftigen. (Archiv)

Keystone

Der 1987 durch den Zusammenschluss von Hasler Bern, Autophon Solothurn und Zellweger Uster entstandene Telekommunikationskonzern Ascom mit damals 14 000 Angestellten wird in der Bundesstadt bald keinen einzigen Angestellten mehr beschäftigen.

Die Verkaufsverhandlungen gingen «zügig voran»

Ascom wird nämlich den letzten noch in Bern angesiedelten Teilbereich, Civil Security (Kommunikationsprodukte für Polizei, Feuerwehr und Zivilschutz) mit 40 Angestellten und einem Umsatz von rund 10 Millionen Franken verkaufen, wie Ascom-Sprecher Daniel Lack einen Bericht der «SonntagsZeitung» bestätigt. Die Verkaufsverhandlungen gingen «zügig voran».

In Bern verbleibt danach einzig die rechtlich unabhängige Pensionskasse. Und das gemeinsam mit der Post und dem Bahn-Ausbildungsunternehmen Login betriebene Berufsbildungszentrum in Bern werde in eine neue Trägerschaft überführt. «Das Zentrum wird aber weitergeführt», versichert Lack.

Noch 60 Stellen in Solothurn

Bereits 2008 wurde der operative Sitz nach Dübendorf verlagert. Mittelfristig dürfte auch der Holding-Sitz von Bern in den Grossraum Zürich verlegt werden, sagt Lack. Nach dem erwähnten Verkauf wird Ascom in der Schweiz noch rund 150 von weltweit 1900 Angestellten beschäftigen. Davon sind 60 in Solothurn, 70 in Mägenwil und 20 in Dübendorf tätig. (FS)

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