Tag der offenen Tür
Arbeitsplätze an bevorzugter Lage bei der grössten Schweizer Kirche

Die Verwaltung der reformierten Kirche hat ihre bisher sechs Standorte in der Stadt Bern zusammengelegt. Die Bevölkerung war am Wochenende eingeladen, die Büros der grössten Schweizer Kirche zu besichtigen.

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Die grösste Schweizer Kirche zeigte ihre neuen Verwaltungsräume
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Das neue Haus der Kirche in Bern Am Freitag hat die Reformierte Kirche Bern Jura Solothurn der Bevölkerung ihr neues Verwaltungsgebäude in Bern vorgestellt. Es ist mit 642 500 Mitgliedern die grösste Kirche der Schweiz.
Versammlungssaal
Das neue Ratszimmer des Synodalrats
Hier tagt die siebenköpfige Exekutive der Kirche
Synodalratspräsident Andreas Zeller, links, begrüsst Gäste in seinem Büro
Korridor mit Büros
Markt der Bereiche am Tag der offenen Tür
Im Foyer der Kirchenkanzlei
Neu eingerichtete Bibliothek
Blick in die Cafeteria
Samuel Giger und Annerösli von Allmen vom Militär-Sanitätsverein Grenchen waren für allfällige Notfälle gewappnet
Wertvolle Piscator-Bibel von 1684
Ausstellung zu Muslimen in der Schweiz
Besprechnungszimmer

Die grösste Schweizer Kirche zeigte ihre neuen Verwaltungsräume

AZ

Da haben Sie aber eine schöne Aussicht», sagt eine Besucherin zu Synodalratspräsident Andreas Zeller. Dieser kann man nur beipflichten. Von den neuen Büros an der Altenbergstrasse unweit der Aare sieht man direkt an die Altstadt, hat den Münsterturm und die christkatholische Kirche im Blickfeld. «Dass wir diese Räume gefunden haben, ist ein Glücksfall. Auch, dass wir nicht mehr Miete zahlen als vorher», meint Zeller.

Die rund 100 Mitarbeitenden (verteilt auf 55 Vollzeitstellen) sind in den letzten Wochen in das Gebäude der Stiftung diaconis umgezogen, das vorher eine Schule für Krankenpflege beherbergte. Das treppenförmig an den Hang gebaute Haus im Stil der 70er-Jahre wurde zuvor innen und aussen saniert, wobei die Kirche die Kosten für den Innenausbau übernahm.

2007 hatte die Berner Kirche, zu der auch Reformierte im Kanton Jura und Teilen des Kantons Solothurn (Region Solothurn/Grenchen/Bucheggberg) gehören, beschlossen, ihre sechs Standorte in der Stadt Bern zusammenzulegen. Man versprach sich davon Synergien, insbesondere einfachere Kommunikation. Der Standort Stadt Bern sollte beibehalten werden, was die Suche allerdings nicht vereinfachte. Das Objekt an bevorzugter Lage wurde erst aktuell, als die Schule für Gesundheit der Stiftung diaconis den Mietvertrag per Ende 2011 kündigte.

Budget von 2,9 Millionen

Der Umbau dauerte ein knappes Jahr. Obwohl dieser sich schwieriger als erwartet erwies (Baustopp aufgrund von Frost sowie Asbestspuren), sei man im Rahmen des 2009 genehmigten Budgets von 2,9 Mio. Fr. geblieben, erklärt Zeller. Die Räume werden für 15 Jahre gemietet mit Option einer Verlängerung für weitere zehn Jahre. Nebst Büros, diversen Sitzungszimmern und Gruppenräumen umfasst das Gebäude auch einen Saal, eine Cafeteria, einen «Raum der Stille» sowie eine neuerdings öffentlich zugängliche Bibliothek.

Die Mitarbeitenden im «Haus der Kirche», wie der Hauptsitz der mit 642 500 Mitgliedern grössten Kantonalkirche der Schweiz jetzt heisst, sind in folgenden Bereichen tätig: zentrale Dienste mit Personal- und Informatikabteilung, allgemeine Verwaltung und Finanzen, die Kirchenkanzlei mit Kommunikations-, Rechts- und Kanzleidienst sowie Übersetzungen.

Dazu kommen Fachstellen aus folgenden Bereichen: Gemeindedienste und Bildung, Oekumene, Mission und Entwicklungszusammenarbeit (Oeme) sowie Migration, Sozialdiakonie und Seelsorge, Katechetik und Weiterbildung sowie Theologie. «Mit diesen Diensten und Fachstellen können wir unseren Kirchgemeinden und Kirchenmitgliedern umfassende Hilfestellungen und Dienstleistungen bieten», sagt Zeller. Als Synodalratspräsident ist er der einzige Vollamtliche der siebenköpfigen Kirchenleitung.

Am Freitag war die Bevölkerung eingeladen, die neuen Räume zu besichtigen. Am Abend fand ein Festakt statt, zu dem auch der Berner Kirchendirektor Christoph Neuhaus und Stadtpräsident Alexander Tschäppät eingeladen waren.