Kanton Solothurn

Arbeitslosenquote verharrt im Juli bei 2,9 Prozent — wirtschaftliche Aussichten bleiben gedämpft

Im Kanton Solothurn wurden gegenüber dem Vormonat 27 weitere Arbeitslose registriert. (Symbolbild)

Im Kanton Solothurn wurden gegenüber dem Vormonat 27 weitere Arbeitslose registriert. (Symbolbild)

Im Juli 2020 stieg die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Kanton Solothurn gegenüber dem Vormonat um 27 auf 4'393 Personen. Die Arbeitslosenquote verharrte damit bei 2,9 Prozent. Der Anstieg im Juli ist auf die Zunahme bei den Schul- und Lehrabgängern zurückzuführen. Die wirtschaftlichen Aussichten bleiben beschränkt.

Regionen

Die Zahl der registrierten Stellensuchenden im Kanton Solothurn lag bei 7'787 (Vormonat: 7'485, Vorjahresmonat: 5'500) und war damit um 302 Personen höher als im Vormonat. Die Stellensuchendenquote stieg von 5.0 Prozent auf 5,2 Prozent (Vorjahresmonat: 3,7 Prozent).

Die Stellensuchendenquote in der Region Solothurn nahm von 4,7 Prozent auf 4,9 Prozent zu. Die Region zählte Ende Juli 2'561 Stellensuchende, 75 Personen mehr. In der Region Grenchen stieg die Quote von 6,5 Prozent auf 6,6 Prozent, dies bei 906 Stellensuchenden und einer Zunahme von 22 Personen. Die Quote im Schwarzbubenland erhöhte sich von 3,6 Prozent auf 3,7 Prozent. Dies bei 9 Stellensuchenden mehr. Mit 165 Personen mehr schloss die Region Olten den Monat Juli ab. Die Quote stieg von 5,4 Prozent auf 5,7 Prozent. In der Region Thal erhöhte sich die Quote von 4,3 Prozent auf 4,7 Prozent. Hier wurden 31 Personen mehr gezählt, welche sich beim RAV zur Stellensuche angemeldet haben.

Geschlecht

Im Berichtsmonat waren 4'265 (Vormonat 4'099) Männer als stellensuchend registriert, 166 mehr als im Vormonat. Im Vorjahr waren es 2'915 Männer. 3'522 Frauen (Vormonat 3'386) waren im Juli 2020 auf Stellensuche. Dies entspricht einer Zunahme von 136 Personen. Im Vorjahresmonat waren es 2'585 Frauen. Der Frauenanteil lag bei 45,2 Prozent (Vorjahresmonat 47,0 Prozent).

Nationalität

Die Zahl der stellensuchenden Schweizer erhöhte sich im Berichtsmonat um 177 auf 4'205 Personen. Im Vorjahresmonat waren es noch 2'916 Stellensuchende. Ende Juli waren mit 3'582 Ausländern (Vormonat 3'457) 125 Personen mehr als stellensuchend registriert. Der Ausländeranteil sank gegenüber dem Vormonat von 46,2 Prozent auf 46,0 Prozent (Vorjahresmonat 47,0 Prozent).

Altersklassen

Die Gruppe der unter 20-jährigen Stellensuchenden nahm um 84 Personen auf 338 Personen zu, womit die Quote von 3,8 Prozent auf 5,1 Prozent anstieg. Bei der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen nahm die Zahl der Stellensuchenden von 712 auf 763 Personen zu. Die Quote stieg von 5,8 Prozent auf 6,3 Prozent. Die Quote der 25- bis 29-Jährigen nahm von 6,4 Prozent auf 6,6 Prozent zu. Die Zahl der Stellensuchenden erhöhte sich um 24 Personen auf 1'018 Personen. Jene der 30- bis 39-Jährigen stieg von 5,8 Prozent auf 5,9 Prozent. Dies bei 30 Stellensuchenden mehr. Die Quote der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen erhöhte sich von 4,4 Prozent auf 4,5 Prozent. Dies bei 58 Personen mehr und bei 1'548 Stellensuchenden. In der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen stagnierte die Quote bei 4,3 Prozent. Die Zahl der registrierten Stellensuchenden stieg dabei um 35 Personen. In der Gruppe der über 60-Jährigen legte die Zahl der Stellensuchenden um 20 Personen zu. Die Quote erhöhte sich von 4,8 Prozent auf 4,9 Prozent.

Aussteuerungen

Auf Grund einer Corona-Massnahme verlor im Monat Mai 2020 lediglich eine Person (Vormonat drei Personen) ihr Recht auf Taggelder oder erlosch der Anspruch auf Arbeitslosentaggelder nach Ablauf der zweijährigen Rahmenfrist. Im Vorjahresmonat wurden 73 Personen ausgesteuert.

Zu- und Abgänge sowie offene Stellen

Im Juli gab es 1038 Zugänge und 739 Abgänge. Rund 70 Prozent der Abgänge gaben an, dass sie eine Stelle gefunden haben. Ende Monat waren 854 offene Stellen gemeldet. Davon unterlagen 523 Meldungen der Stellenmeldepflicht.

Im Berichtsmonat waren 1‘800 Personen in einem Zwischenverdienst (Vormonat 1’695) engagiert. Der Anteil der Zwischenverdienenden an den Stellensuchenden stieg von 22,6 Prozent auf 23,1 Prozent.

Kurzarbeit

Für den Monat Mai 2020 rechnete die Arbeitslosenversicherung im Kanton Solothurn 1'614'861 Ausfallstunden für 25'623 betroffene Arbeitnehmer in 2'838 Betrieben ab.

Für Juli 2020 sind 875 Betriebe, die sich für Kurzarbeit anmelden, registriert. Im Vormonat gab es 284 Anmeldungen. Betroffen könnten 11'643 Arbeitsplätze sein.

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