Kanton
Arbeitslosenquote sinkt leicht – Ältere haben es schwer

Im April ist die Arbeitslosigkeit im Kanton Solothurn auf 2,9 Prozent gesunken. Die Statistik zeigt aber auch, dass die älteren Betroffenen überdurchschnittlich lange ohne Job bleiben.

Franz Schaible
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Die Zahl der Arbeitslosen ist gegenüber dem Vormonat um 139 Personen gesunken. (Archiv)

Die Zahl der Arbeitslosen ist gegenüber dem Vormonat um 139 Personen gesunken. (Archiv)

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Erstmals seit vergangenem Oktober ist die Arbeitslosenquote im April wieder unter die Marke von 3 Prozent gefallen. Nach Angaben des Amtes für Wirtschaft und Arbeit nahm die Zahl der Menschen ohne Arbeit um 139 auf 4281 Personen ab. Die entsprechende Quote sank gegenüber dem Vormonat von 3 auf 2,9 Prozent. Landesweit ging die Quote von 3,4 auf 3,3 Prozent zurück.

«Ü50» stärker betroffen

Trotzdem. Der Arbeitsmarkt ist nicht für alle Betroffenen so «entspannt». Eine Aufschlüsselung der Zahlen nach Altersgruppen über einen längeren Zeitraum zeigt nämlich, dass die über 50-Jährigen deutlich stärker unter den momentan wirtschaftlichen Unsicherheiten leiden.

So ist die Zahl aller registrierten Arbeitslosen von April 2014 (dem Jahr vor dem Frankenschock) um 18 Prozent auf eben 4281 gestiegen. Die Zahl der älteren Menschen ohne Arbeit nahm im gleichen Zeitraum dagegen um 30 Prozent auf 1281 Personen zu. Solothurn ist in dieser Beziehung allerdings kein Einzelfall. Auch landesweit ist die Zahl aller Arbeitslosen nur halb so stark gestiegen wie jene der älteren Menschen ohne Job.

Je älter desto länger die Suche

Zudem hat die Gruppe der «Ü50» offensichtlich mehr Mühe, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Dies zeigen die Anteile der Langzeitarbeitslosen in den unterschiedlichen Altersgruppen. So waren im April bei den 15- bis 24-Jährigen nicht einmal zwei Prozent länger als ein Jahr ohne Arbeit. Bei den 25- bis 49-Jährigen lag der Anteil bei 13 Prozent. Bei den über 50-jährigen Männer und Frauen ohne Job dagegen betrug der Anteil hohe 24 Prozent. Mit anderen Worten: Jeder vierte «Ü50» war langzeitarbeitslos.