Solothurner Arbeitsmarkt

Anzahl der Arbeitslosen stieg im Dezember – nur bei den unter 20-Jährigen nicht

In der Region Grenchen nahm die Arbeitslosigkeit am meisten zu. (Symbolbild)

In der Region Grenchen nahm die Arbeitslosigkeit am meisten zu. (Symbolbild)

Im Dezember 2019 stieg die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Kanton Solothurn gegenüber dem Vormonat um 299 auf 3'199 Personen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit auf 2,1 Prozent. Der Anstieg ist sowohl auf saisonale Effekte wie auch auf konjunkturelle Entwicklungen zurückzuführen.

In einer Medienmitteilung teilt die Solothurner Staatskanzlei die aktuellen Arbeitsmarktzahlen mit: Demnach lag die Zahl der registrierten Stellensuchenden im Kanton Solothurn im Dezember bei 6'059. Das sind 216 mehr als noch im November und etwas weniger als im Vorjahresmonat. Die Stellensuchendenquote stieg von 3,9 auf 4 Prozent.

Somit waren 2019 im Durchschnitt 5'718 Stellensuchende und 2'827 Arbeitslose registriert. Dies entspricht einer Quote von 3,8 beziehungsweise 1,9 Prozent. 2018 waren durchschnittlich 6'180 Stellensuchende und 3'349 Arbeitslose. Damit sank die durchschnittliche Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent.

  • In der Region Solothurn stieg die Anzahl der Stellensuchenden um 62 auf 1'888. Das entspricht einer Zunahme von 0,1 Prozent.

  • In der Region Grenchen erhöhte sich die Quote von um 0,3 auf 5,5 Prozent, dies bei 752 Stellensuchenden.

  • Die Quote im Schwarzbubenland nahm mit 44 mehr Stellensuchenden von 2,8 auf 3,0 Prozent zu.

  • Mit 51 Personen mehr schloss die Region Olten den Monat Dezember ab. Die Quote stieg von wie in der Region Solothurn um 0,1 auf 4,5 Prozent.

  • Auch in der Region Thal erhöhte sich die Quote: Sie stieg mit 18 Stellensuchenden mehr von 3,4 auf 3,6 Prozent. 

Geschlechterverteilung

  • Im Dezember waren 3'363 Männer als stellensuchend registriert, 176 mehr als im Vormonat. Im Vorjahr waren es mit 3'338 Männern knapp weniger.

  • Mit einer Zunahme von 40 Personen waren im Dezember 2'696 Frauen auf Stellensuche. Im Vorjahresmonat waren es rund hundert Personen mehr. Der Frauenanteil lag im Dezember damit bei 44,5 Prozent. 

Nationalität

  • Die Zahl der stellensuchenden Schweizer erhöhte sich im Berichtsmonat um 103 auf 3'077 Personen. Im Vorjahresmonat waren es noch 3'222 Stellensuchende.

  • Mit 2'982 waren im Dezember 113 mehr Ausländer mehr als im Vormonat als stellensuchend registriert. Der Ausländeranteil stieg damit von 49,1 auf 49,2 Prozent.

Altersklassen

  • Die Gruppe der unter 20-Jährigen Stellensuchenden nahm um neun Personen auf 250 Personen ab, womit die Quote von 3,9 auf 3,7 Prozent sank.

  • Bei der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen nahm die Zahl der Stellensuchenden von 496 auf 510 Personen zu. Die Quote stieg um 0,1 auf 4,2 Prozent.

  • Die Quote der 25- bis 29-Jährigen nahm um 0,2 auf 4,9 Prozent zu. Die Zahl der Stellensuchenden erhöhte sich damit um 32 Personen auf 761 Personen.

  • Jene der 30- bis 39-Jährigen nahm mit 46 Stellensuchenden mehr von 4,7 auf 4,9 Prozent zu.
  • Auch bei den 40- bis 49-Jährigen stieg die Quote von 3,4 auf 3,6 Prozent. Dies bei 78 Personen mehr und bei total 1'249 Stellensuchenden.

  • In der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen erhöhte sich die Quote um 0,1 auf 3,3 Prozent. Die Zahl der registrierten Stellensuchenden nahm dabei um 54 Personen zu.

  • Einzig in der Gruppe der über 60-Jährigen stieg die Zahl der Stellensuchenden nur um eine Person. Die Quote stagnierte damit  bei 4,0 Prozent.

Aussteuerungen

Im Verlauf des Monats Oktober 2019 haben 84 Personen ihr Recht auf Taggelder ausgeschöpft oder ihr Anspruch auf Arbeitslosentaggelder ist nach Ablauf der zweijährigen Rahmenfrist erloschen. Eine neue Rahmenfrist konnte nicht eröffnet werden. Die Aussteuerung erfolgt in dem Monat, in dem das letzte Taggeld bezogen wurde. Im Vorjahresmonat wurden 85 Personen ausgesteuert.

Zu- und Abgänge sowie offene Stellen

Gegenüber dem Vormonat veränderte sich die Zahl der Zugänge von 975 auf 802 Stellensuchende. Gleichzeitig nahm die Zahl der Abgänge von 745 auf 587 Personen ab. Rund 53 Prozent der Abgänge gaben an, dass sie eine Stelle gefunden haben. Ende Monat waren 720 offene Stellen gemeldet. Davon unterlagen 470 Meldungen der Stellenmeldepflicht.

Im Dezember waren 1‘344 Personen in einem Zwischenverdienst engagiert. Das sind 57 weniger als im Vormonat. Der Anteil der Zwischenverdienenden an den Stellensuchenden sank damit von 24 auf 22,2 Prozent.

Kurzarbeit

Für den Monat Oktober 2019 rechnete die Arbeitslosenversicherung im Kanton Solothurn 10'311 Ausfallstunden für 171 betroffene Arbeitnehmer in sechs Betrieben ab.

Im Dezember 2019 meldeten sich neun Betriebe für Kurzarbeit an. Im Vormonat gab es drei Anmeldungen. Betroffen könnten 264 Arbeitsplätze sein. (mgt)

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