Martin Landolt
«Anständig wäre ein Rücktritt gewesen»: Präsident der BDP Schweiz kritisiert Parteienwechsel

Martin Landolt, Präsident der BDP Schweiz, kritisiert den Wechsel der beiden Solothurner BDP-Kantonsräte Markus Dietschi und Martin Fluri zur FDP.

Lucien Fluri
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Martin Landolt ist nicht begeistert vom Schritt der beiden Kantonsräte.

Martin Landolt ist nicht begeistert vom Schritt der beiden Kantonsräte.

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

«Es wäre anständig, wenn sie auf die Sitze verzichtet hätten und einfach zurückgetreten wären», kritisiert Landolt die Austritte. Dann hätten zwei gewählte BDPler nachrücken können.

Dietschi und Flury hatten am Donnerstag angekündigt, zur FDP-Fraktion zu wechseln, weil sie für die Kleinpartei BDP keine Zukunft mehr sehen. Zwar anerkennt Landolt Dietschis Aufbauleistung für die Solothurner BDP, umso stärker ist die Enttäuschung hörbar, dass Flury und Dietschi öffentlich «alles infrage stellen, für das sie sich so eingesetzt haben.»

Insgesamt aber will sich Landolt nicht vom Austritt der beiden Solothurner BDP-Kantonsräte beeindrucken lassen.. «Es ist nicht so, dass die Partei stirbt, wenn sie totgesagt wird oder zwei die Partei wechseln», sagt er auf Anfrage. Landolt gibt sich überzeugt, dass die Solothurner BDP mit einer «jungen und motivierten Truppe um den neuen Präsidenten» weitermachen wolle. Mit Leuten, die «nicht die eigene Laufbahn, sondern das gemeinsame Projekt» im Kopf hätten.

Dass die Solothurner keine Übertrittgespräche mit dem langjährigen Fraktionspartner CVP geführt worden seien, befremdet Landolt zwar. Schliesslich hatten BDP und CVP auch auf nationaler Ebene über eine Union nachgedacht. Für die nationale Ebene spiele dieser Umstand aber keine Rolle, seien die Konstellationen doch in jedem Kanton anders. «Und die Frage, ob die CVP oder die FDP uns näher ist, stelle ich mir nicht. Schliesslich habe ich keinen Parteiwechsel im Sinn.»

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