Kantonsrat

Ankli will «ehrliche» Analyse von umstrittenem «Franz»-Buch

Eine Seite aus dem Clin d'oeil

Eine Seite aus dem Clin d'oeil

Sie stehen in der Kritik: Die neuen Französisch-Lehrbücher für die 5. und 6. Klasse, die der Kanton Solothurn gemeinsam mit anderen Kantonen erarbeitet hat. Kürzlich wurde bekannt, dass das Sek-Lehrbuch Clin d`oeil anders als geplant an der Sek-P nicht zum Einsatz kommen wird. Regierungsrat Remo Ankli stoppte den für diesen Sommer geplanten Einsatz quasi in letzter Minute, weil sich das Buch als nicht tauglich erwies.

In den kommenden Jahren muss der Regierungsrat nun aufzeigen, ob die Ziele in der Fremdsprachenförderung auch wirklich erreicht werden. Das hat der Kantonsrat mit 90 zu einer Stimme beschlossen. Er hat einen entsprechenden Antrag der FDP zum Legislaturplan der Regierung gutgeheissen. Ankli betonte, dass er die Abklärungen zur Tauglichkeit des Lehrbuches auf Sek-P-Stufe in Auftrag gegeben habe. Eine Evaluation des Lehrmittels für die anderen Sek-Stufen werde folgen. «Dann muss man in aller Klarheit und ehrlich ein Fazit ziehen, wie es mit diesen Passpartout-Lehrmitteln weiter geht.» Ankli betonte, dass ihm die Durchlässigkeit zwischen den Sek-Stufen wichtig sei.

«Die Kritik ist schon lange bekannt. Sie nimmt zu», hielt SVP-Kantonsrat Roberto Conti (Bettlach) fest.«Das ist ein Beispiel für eine Lehrmittel-Fehlkonstruktion», kritisierte Conti. «Das kann ja heiter werden, wenn das Schule macht.»

Wenig verständlich war es für SP-Kantonsrat Mathias Stricker (Bettlach), warum das Obligatorium nur für die Sek-P, nicht aber für die anderen Sek-Stufen aufgehoben werde. (lfh)

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