Regierungsratswahlen
Andreas Bühlmann verzichtet auf 2. Wahlgang

Andreas Bühlmann (SP) tritt zum 2. Wahlgang vom 14. April nicht mehr an, die SP unterstützt die Grünen. Die CVP schickt ihre beiden Kandidaten ins Rennen. Der definitive Entscheid der FDP und der SVP steht noch aus.

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Andreas Bühlmann (SP) geht nicht in den 2. Wahlgang
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Die Parteipräsidentin Franziska Roth und Andreas Bühlmann
Franziska Roth und Andreas Bühlmann
Andreas Bühlmann in Mitten seiner Parteikollegen

Andreas Bühlmann (SP) geht nicht in den 2. Wahlgang

Hansjörg Sahli

Der sichtlich enttäuschte Andreas Bühlmann erklärte am Montagabend seinen Verzicht. «Ich würde lügen, wenn ich sage, dass dieses Resultat mir nicht wehtut. Ja es tut weh», gibt Andreas Bühlmann umwunden zu. Während Parteigenosse und Regierungsrat Peter Gomm die Wiederwahl in die Regierung im ersten Wahlgang schaffte, landete Bühlmann , Chef im Amt für Finanzen, mit 23103 Stimmen auf dem achten - und damit zweitletzten - Platz.

Regierungsratswahlen seien Persönlichkeitswahlen, hielt Bühlmann fest. Und: «Es ist mir nicht gelungen, dass mich mehr Wählerinnen und Wähler auf ihr Ticket setzten.»

Keine «Päckli» bei den Bürgerlichen

Die SP Kanton Solothurn beschloss darauf ohne Gegenstimme, dafür die Kandidatur der Grünen Brigit Wyss zu unterstützen. Das links-grüne Lager, so der erklärte Wille, habe auf diese Weise die grössten Chancen, zu einem zweiten Sitz in der Kantonsregierung zu kommen.

Die Wahlchancen von Brigit Wyss steigen zusätzlich, weil gleichzeitig der primärvon der SVP forcierte Traum von einem «Päckli» mit anderen bürgerlichen Bewerbern geplatzt ist: CVP und FDP beschlossen ihrerseits den Alleingang.

«Wir treten wieder mit unseren beiden Rolands an», gab CVP-Präsident Stefan Müller am Montagabend gegenüber dieser Zeitung bekannt. Roland Fürst (Gunzgen) kam im 1. Wahlgang auf den 3. Platz, Roland Heim (Solothurn) auf den 6. Platz. Und: Die CVP gibt keine weitere Wahlempfehlung ab.

Mit Wahlergebnis zufrieden

Die FDP des Kantons Solothurn soll im zweiten Wahlgang vom 14. April wieder mit Remo Ankli antreten und keine Wahlempfehlungen für andere Kandidaten abgeben. So lautet der Anftrag des kantonalen Parteivorstandes an die Delegierten. Der definitive Entscheid fällt an der FDP-Delegiertenversammlung vom Dienstagabend in Lüterkofen.

Der Parteivorstand sei überzeugt, mit Remo Ankli über einen guten Kandidaten zu verfügen, begründete Fraktionssekretär Charlie Schmid den Antrag auf Anfrage. Da Ankli sich im ersten Wahlgang wie angestrebt unter den ersten Fünf klassieren konnte, sei der Vorstand auch mit dem Wahlergebnis vom 3. März zufrieden.

Warten auf die SVP

Noch offen ist, welche Schlüsse die SVP aus dem Ergebnis des ersten Wahlgangs der Regierungsratswahlen zieht. Die SVP-Parteileitung wird am Dienstagabend über eine Teilnahme ihres Kandidaten Albert Studer am zweiten Wahlgang befinden.

Noch nicht definitiv entschieden hat sich auch der Parteilose Hugo Ruf. «Spass und Ideen zum Weitermachen sind vorhanden», sagt er. «Ob es auch Sinn macht, bespreche ich mit meinem OK-Team.» Wie er sich entscheidet, will er noch am Dienstag mitteilen.

Allfällige Rückzüge von Kandidaturen müssen der Staatskanzlei bis spätestens morgen Mittwoch, 17 Uhr, gemeldet werden. (ums., esf, cva, mz)

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