Das Bild Anfang Juni war schlimm. 120 tote Fische trieben im Teich von Rolf Senn, den er neben seinem Geschäft in Wangen an der Aare angelegt hatte. Nur ein Koi überlebte. Senn war am Boden zerstört und wollte wissen, was zum Tod seiner geliebten Fische geführt hatte. Er gab eine Wasserprobe in ein Labor. Nach der Analyse im Ausschlussverfahren steht nun der Grund fürs Fischsterben fest.  

Obwohl kein konkreter Giftstoff nachgewiesen werden konnte, weise alles auf eine Vergiftung hin, sagt Senn gegenüber TeleM1. Der Volièrenbauer, der in Heimenhausen zuhause ist und dort einen weiteren Teich pflegt, will niemanden beschuldigen. Es könnte ja auch von der Umwelt gekommen sein. «Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand dort ein Gift reingespritzt hat.»

Dass er selbst nicht fürs Fischsterben verantwortlich ist, bedeutet für ihn nur einen schwachen Trost. Der Verlust ging ihm sehr nahe.

Senn erfährt grosse Solidarität. Er erhielt mehrere Telefone von Leuten, die ihm Kois schenken wollen. Einen grossen Koi hat er schon aufgenommen, einen weiteren, der offenbar in einem Bach ausgesetzt wurde, will er noch zu sich nehmen. Sein Teich in Heimenhausen ist aber zu klein, um alle Angebote anzunehmen. Ihn umzubauen würde tausende Franken kosten. In Wangen an der Aare will er keinen Fische mehr. Senn befürchtet, dass es dort erneut zu einem Fischsterben kommen könnte. (ldu)