Neues Instrument
An fünf Schulen wird getestet, wie Kinder am Anfang ihrer Schullaufbahn beurteilt werden

Die Beurteilung im Kindergarten und in der 1. und 2. Klasse soll weiterentwickelt werden. Der Regierungsrat hat deshalb entschieden, an fünf ausgewählten Schulen ein neues Instrument zur Planung, Beobachtung und Beurteilung erproben zu lassen.

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Nach welchen Kriterien sollen künftig Kinder in den ersten Schuljahren beurteilt werden?

Nach welchen Kriterien sollen künftig Kinder in den ersten Schuljahren beurteilt werden?

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Kinder treten mit unterschiedlichem Entwicklungsstand in den Kindergarten ein. Deshalb liegt der Schwerpunkt des Lernens in der individuellen Entwicklung des Kindes. Die Beurteilung des entwicklungsorientierten Lernens erfolgt seit Jahrzehnten durch einen Beobachtungsbogen.

Fliessend wird das Kind zu mehr fachorientiertem Lernen (Lesen, Schreiben, Mathematisieren) in der Primarschule hingeführt. «Es ist zu prüfen, ob die bewährte Art der Beurteilung des Kindergartens auch in der 1. und 2. Klasse der Primarschule taugt», heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Dabei seien die Akzeptanz des Verfahrens bei den Lehrpersonen und den Eltern zu berücksichtigen. Die gewonnenen Erkenntnisse würden dann als Grundlage dienen, ob das Beurteilungssystem für die erste und zweite Primarklasse angepasst werden soll.

Zwei Jahre zur Probe

Zusammen mit den Verbänden der Lehrpersonen und der Schulleitungen hat das Volksschulamt Umsetzungsvarianten entwickelt, die in den Schuljahren 2018/2019 und 2019/2020 erprobt werden.

Die Modellschulen Balsthal, Kreisschule HOEK (Halten, Oekingen, Kriegstetten), Schulverband Bucheggberg A3 am Schulstandort Lüterkofen sowie die Schulhäuser Bannfeld und Hübeli in Olten arbeiten im ersten Zyklus (Kindergarten bis 2. Klasse) mit den entsprechenden Instrumenten: Die Beurteilung erfolgt mit der Beschreibung, welche Kompetenzen erreicht sind und wo die Weiterarbeit erfolgen muss, sie entspricht in Analogie dem Verfahren in den Ausbildungsbetrieben der Berufsbildung.

«An den fünf Modellschulen werden in der 1. und 2. Klasse der Primarschule während dieser Zeit keine Noten gesetzt», wird in der Mitteilung erklärt. In den Standortgesprächen mit den Eltern werde stattdessen das Erreichen der Kompetenzen besprochen. (sks)