Ambulanz
Solothurner Regierung beschwichtigt Thaler Sorgen, weil ein Rettungsdienst-Stützpunkt von Balsthal nach Oensingen verlegt wurde

Im Sommer verlegten die Solothurner Spitäler AG einen ihrer Rettungsdienst-Stützpunkte von Balsthal nach Oensingen. Das benachteilige die Thaler Bevölkerung, befürchteten mehrere Thaler Gemeindepräsidenten. Die Regierung beschwichtigt nun. Und betont die Vorteile.

Raphael Karpf
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Drei Standorte für die Rettungsfahrzeuge betreiben die Solothurner Spitäler AG.

Drei Standorte für die Rettungsfahrzeuge betreiben die Solothurner Spitäler AG.

Bruno Kissling

Drei Standorte für die Rettungsfahrzeuge betreiben die Solothurner Spitäler AG: in Solothurn, Olten und Oensingen. Das ist erst seit diesem Sommer so: Zuvor war der Oensinger Stützpunkt noch in Balsthal. Dann wurde er aber gezügelt. Das löste bei verschiedenen Thaler Gemeindepräsidenten Sorgen aus: Können die Thaler Bürgerinnen und Bürger im Notfall schnell genug erreicht werden? Gerade wenn es Stau in der Klus hat?

FDP-Kantonsrat Freddy Kreuchi (Balsthal) stellte diese Fragen an die Regierung. Die Antworten liegen mittlerweile vor. Die Kantonsregierung beschwichtigt: «Der Rettungsdienst soH wird seinen Versorgungsauftrag weiterhin und in gewohntem Umfang erfüllen.»

Tatsächlich werde sich die Gesamtsituation verbessern, so die Regierung. Denn vom Stützpunkt Oensingen aus werden hauptsächlich die Bezirke Thal und Gäu versorgt. Und da die Bevölkerung im Gäu deutlich grösser ist als diejenige im Thal, würde eine Mehrheit der Bevölkerung vom Umzug profitieren. Nicht nur aufgrund der physischen Nähe, sondern auch weil die Autobahn für den Rettungsdienst nun näher liegt. Und auch weil der Stau in der Klus jeweils beide Richtungen betrifft. Heisst: Zuvor war die notfallmässige Versorgung der Gäuer Bevölkerung erschwert, wenn es Stau in der Klus gab.

Und wenn im Notfall jemand nicht schnell genug per Auto erreicht werden kann, kann die Alarmzentrale immer noch auf die Luftrettungsdienste zurückgreifen, so die Regierung.

Ziel ist es, dass die Hilfe in 90 Prozent der Notfälle innert 15 Minuten vor Ort ist. Dieser Wert kann weiterhin eingehalten werden, so die Regierung. Ja gerade auch aus diesem Grund habe man sich zum Umzug entschieden. Auch für die Thaler Gemeinden werde man diesen Wert in den allermeisten Fällen einhalten können. Wobei die Regierung betont: «Trotz aller Massnahmen ist es keinem Rettungsdienst möglich, die Quote von 100 Prozent zu erreichen.»

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