«Das ist eine sehr erfreuliche Nachricht», erklärte Stefan Hug, Gemeindepräsident von Zuchwil, an der gestrigen Grundsteinlegung zum Neubau der Amag-Grossgarage.

Es sei für den Standort Zuchwil wichtig, dass sich ein Unternehmen in dieser Grössenordnung ansiedle. Und die Amag, mit über 5200 Angestellten und einem Umsatz von 4,5 Milliarden Franken grösstes Automobilunternehmen der Schweiz, hat in der Tat «Grosses» vor.

In zweistelliger Millionenhöhe

«Wir konzentrieren unsere Aktivitäten neu in Zuchwil», sagte Andreas Iseli, Geschäftsführer der Amag Solothurn. Geplant sei ein Neubau für die Automarken VW und Skoda am Standort der Hediger-Garage an der Gewerbestrasse. Die Felix Hediger AG wurde 2011 von Amag übernommen und bis Ende 2012 weitergeführt. Ein Teil der Bauten wird abgerissen und das Bestehende mit Neubauten ergänzt.

Die Fläche der beiden Showrooms und der Werkstatt umfasst rund 3000 Quadratmeter. Mit den Abbrucharbeiten will Amag im Februar starten und im Frühling 2015 den Betrieb der Garage aufnehmen. «Wir investieren allein in den Neu- und Umbau über 10 Millionen Franken», gab Morten Hannesbo, CEO des Amag-Konzerns, bekannt. Der Bau erfolge mit regionalen Anbietern.

Standort Solothurn geht zu

Im Gegenzug wird der jetzige Standort in Solothurn nach Zuchwil verlagert, wie Iseli erläuterte. «Alle 44 Mitarbeitende werden ‹mitgezügelt›». Die Liegenschaften in Solothurn seien im Eigentum und teilweise im Stockwerkeigentum der Amag und würden nach dem Umzug entweder verkauft oder vermietet. Das sei noch offen. Amag hatte 1990 die damalige Avag-Garage an der Baselstrasse übernommen.

Nur wenige Meter vom Neubau entfernt, an der Gewerbestrasse 3, realisiert Amag zusätzlich ein kleineres Bauvorhaben. Das bestehende Lagergebäude der Garage Hediger erhält einen Anbau. Dort wird bereits ab Januar 2014 unter dem Namen «Das WeltAuto» der Occasionenhandel konzentriert. Keine Veränderung gibt es bei der Amag-Garage für die Marken Audi und Seat im Zuchwiler Langfeld mit aktuell 29 Beschäftigten.

Bereits neu ausgerichtet wurde der Amag-Standort Grenchen, wie Iseli weiter ausführte. Im Mai wurde aus dem ehemaligen VW-Vertriebs- & Servicepartner ein Kompetenzcenter für VW-Nutzfahrzeuge mit aktuell 13 Angestellten. Der Standort bleibe in Grenchen.

Tendenziell mehr Arbeitsplätze

Insgesamt beschäftigt Amag an den drei aktuellen Standorten 86 Angestellte, davon 12 Lernende. Die strategische Neuausrichtung mit der Konzentration in Zuchwil werde tendenziell zu einem Stellenaufbau führen, betonte Iseli. «Mittelfristig soll die Zahl der Arbeitsplätze auf 100 steigen.» Ziel sei, über alle Standorte und Marken hinweg, jährlich 1600 Neuwagen und 900 Occasionen abzusetzen.

Für Zuchwil sprächen die guten Zufahrtsmöglichkeiten für die Kunden und die Nähe zur Autobahn. Zudem lägen alle Markenvertretungen und der Occasionenverkauf in kurzer Distanz zueinander, begründete Iseli, die Konzentration in Zuchwil. So ist auch die seit Anfang 2013 zur Gruppe gehörende Carrosserie Hug AG - «wir führen eine enge Partnerschaft» - im selben Industriequartier angesiedelt.