Luchsmonitoring
Am Jurasüdfuss wird Jagd auf den Luchs gemacht

Seit Dezember läuft das alle drei Jahre stattfindende Luchsmonotoring im Gebiet Jura Nord. Noch bis Ende Januar wird an 61 Standorten fotografiert, was vor den Bewegungssensor kommt.

Urs Byland
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Dieser Luchs wurde am 14. November 2012 bei Bettlach abgelichtet.
10 Bilder
Beim Luchsmonitoring am Jurasüdfuss dabei
Dieser Luchs wurde am 14. Dezember am Grenchenberg erwischt
Jagdrevierpächter Adolf Hess beim Kontrollieren der Fotofallen. Hess hält eine Karte mit den Standorten der Fotofallen in den Händen.
Adolf Hess mit einer der Fotofallen
Hess löst den Chip aus der Kamera
Er vergleicht Datum und Zeit mit den Angaben der Kamera
Adolf Hess vor seinem Haus in Rüttenen. Im Hintergrund sein blaues Arbeitsfahrzeug
An einem Computer können die geschossenen Bilder angeschaut werden. Insgesamt sind fünf verschiedene Luchse in die Fotofallen getappt. Bis zu 15 dieser Tiere soll es in der Region geben.

Dieser Luchs wurde am 14. November 2012 bei Bettlach abgelichtet.

Zur Verfügung gestellt

Unterhalb des Weissensteins kontrolliert Jagdrevierpächter Adolf Hess mit einem Kollegen die Fotofallen. Im laufenden Monotoring wurden bereits vier verschiedene Luchse fotografiert.

Das Gebiet Jura Nord umfasst verläuft vom Taubenloch bei Biel bis nach Olten, wird nördlich begrenzt durch das Vallée de Délémont und im Süden vom Mittelland. Die Kantone Baselland und Solothurn haben im laufenden Luchsmonotoring gar das Gebiet Richtung Norden ausgeweitet und zusätzliche Fotofallen aufgestellt. Insgesamt sind es 94 Standorte, jeder mit zwei Fotokameras ausgerüstet, sodass im Optimalfall ein Tier von zwei Seiten fotografiert wird. Die Fotos werden zentral von Kora (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz) ausgewertet.

Anhand der Aufnahmen, die in diesen 60 Tagen und Nächten von Luchsen gemacht werden, kann auf die Grösse der Population geschlossen werden. Zudem wird mittels Datenbank ein Vergleich der Tiere mit allen Aufnahmen auch beispielsweise aus Frankreich angestellt. So können Ab- und Zuwanderungen festgestellt werden. Revierpächter Hess schliesst auf bis zu 15 Luchse, die sich in der Region am Jurasüdfuss die Reviere teilen.

Zur Verfügung gestellt