Kanton Solothurn
Altersheime haben mit Besuchsverbot gerechnet – und wollen nun für kurzweilige Zeit sorgen

Ab Donnerstag gilt für die Alters- und Pflegeheime im Kanton ein generelles Besuchs- und Ausgangsverbot. Die Gemeinschaft Solothurner Altersheime hat mit dieser Massnahme gerechnet.

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«Wir hatten die Information, dass ein Besuchsverbot kommen könnte. Wir wussten aber nicht wann.» Das sagt Tony Broghammer, Präsident der Gemeinschaft Solothurnische Altersheime gegenüber TeleM1. Als die Zahlen stiegen, sei klar gewesen, dass der Zeitpunkt gekommen sei.

Die Abschottung von Senioren ab Donnerstag, 10. Dezember bis und mit 23. Dezember wird aber auch kritisiert. Beispielsweise von Mike Gygax. Seine Grossmutter starb vor zwei Wochen in einem Altersheim in Zuchwil. Er konnte sich wegen der Besuchsbeschränkung nicht von ihr verabschieden. Ab Donnerstag darf niemand mehr ins Altersheim. «Meine Grossmutter hätte sicher die Familie lieber gesehen, als dass sie Angst davor gehabt hätte, sich mit dem Coronavirus anzustecken», ist Gygax überzeugt.

Auch die Altersheime passen sich der aktuellen Situation an und wollen mit Hilfe eines Rahmenprogramms für eine kurzweile Zeit bis Weihnachten sorgen. «Wir machen begleitete Spaziergänge mit den Bewohnern», so Karl Zgraggen, Geschäftsführer Altersheim Tharad Derendingen. Weil die Bewohner nicht mehr auf den Friedhof können, wurde im Park ein Engel aufgestellt. (szr)

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