Alters- und Pflegeheime
Alters- und Pflegeheime Kanton Solothurn sind im Vergleich sehr günstig

Die Kosten für Krankenkassen liegen im Kanton ziemlich genau im schweizerischen Durchschnitt. Bei den Kosten für Pflegeheime sieht dies jedoch anders aus. So liegen die Kosten pro Einwohner und Monat im Kanton rund 20 Prozent unter dem Durchschnitt.

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Die Kosten für Alters- und Pflegeheime sind im Kanton Solothurn deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt. (Symbolbild)

Die Kosten für Alters- und Pflegeheime sind im Kanton Solothurn deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt. (Symbolbild)

Keystone

Die Gemeinschaft Solothurnischer Alters- und Pflegeheime (GSA) macht in einer Medienmitteilung auf den aktualisierten Kostenmonitor der Krankenkassen per 4. Quartal 2013 aufmerksam, der kürzlich auf der Internetplattform des Bundesamts für Gesundheit (BAG) veröffentlicht wurde.

Während der Kanton Solothurn beim Total der Krankenkassenkosten pro Einwohner und Monat im vergangenen Jahr mit Fr. 284.20 ziemlich genau im schweizerischen Durchschnitt von 289 Franken lag, sieht es bei den Kosten für Pflegeheime anders aus: Als drittgünstigster Kanton liegen die Kosten pro Einwohner und Monat im Kanton Solothurn bei Fr. 14.67, was 22 Prozent unter dem Schweizer Durchschnitt von Fr. 18.83 liegt, wie der GSA-Mitteilung zu entnehmen ist.

Bemerkenswert findet die GSA, dass die Kosten im Bereich Pflegeheim im Vergleich zum Vorjahr 2012 sogar um 0,1 Prozent gesunken sind. Die Vermutung, dass diese Position durch Mehrkosten im Bereich Spitex zustande kommt, sei falsch: In der Kostengruppe Spitex liege Solothurn mit Fr. 7.07 im Mittelfeld, leicht über dem schweizerischen Durchschnitt von Fr. 6.64, erläutert die GSA.

Besorgt über Sparmassnahmen

Der Präsident der GSA, Urs Hufschmid (Hägendorf), zeigt sich erfreut und begründet dies mit dem guten Austausch unter den Institutionen. Schon seit über 10 Jahren werden mit dem einheitlichen Bedarfserfassungsinstrument RAI Benchmarks erarbeitet und übergreifend diskutiert.

Es gehe dabei um weit mehr als nur um die Kosten; letztlich müssten die Interessen der Pensionärinnen und Pensionäre vertreten werden, was auch zur Diskussion von ethischen Fragen führe. Diese langjährige kontinuierliche Arbeit, die heute auch im direkten Coaching durch national tätige Fachpersonen unterstützt werde, zeige schon seit längerer Zeit Früchte.

Besorgt zeigt sich der Präsident, was die Sparbestrebungen des Regierungsrates betrifft. «Mit den angekündigten Sparmassnahmen wird die langjährige, erfolgreiche Arbeit für den Einklang von Qualität und Kosten im Bereich der Alters- und Pflegeheime aufs Spiel gesetzt», befürchtet Hufschmid. (mgt)