Wer Reifen wild deponiert und illegal entsorgt, macht sich strafbar. Die Entsorgung von Altreifen ist gesetzlich klar geregelt. Dennoch: in der Schweiz fallen jährlich rund 60'000 Tonnen Altreifen an, davon ist bei 10'000 Tonnen nicht klar, wo und wie sie entsorgt werden.

Ein Teil davon landet auf wilden Deponien. Auch im Kanton Solothurn stossen Förster vermehrt auf Altreifen, wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei heisst. Es handelte sich dabei meist nicht um ein 4er-Set eines Autos, sondern um eine grössere Anzahl. Wer die Pneus im Wald deponiert hat, ist häufig schwierig zu ermitteln.

Werden die Verursacher nicht gefunden, sind die Waldbesitzer – meist Bürgergemeinden, Gemeinden oder Private -  für die Entsorgung der abgelagerten Reifen zuständig. «Sie müssen für alle anfallenden Kosten aufkommen, von der Bergung bis zum Abtransport und den Entsorgungsgebühren», schreibt die Staatskanzlei.

Das Gesetz ist eigentlich klar…

Eine umweltgerechte Altreifenentsorgung kostet den Konsumenten rund 3.50 Franken pro Pneu. Garagisten und Reifenfachhändler sind verpflichtet, Altreifen nur an Entsorger abzugeben, die eine entsprechende Bewilligung besitzen. Dies wird aber nicht immer eingehalten.

Entsorger ohne Bewilligung umgehen teilweise die Entsorgungskosten, indem sie einen Teil der Pneus weiterverkaufen, unter anderem auch exportieren, oder die Reifen illegal entsorgen. Dies widerspricht den gesetzlichen Vorgaben, die in der Verordnung über Verkehr mit Abfällen geregelt sind. Widerhandlungen können strafrechtlich verfolgt werden. (sks)