Interpellation
Alpiq-Aktien des Kantons haben über 700 Millionen an Wert verloren

Die Regierung gibt in ihrer Antwort auf eine Interpellation von Nicole Hirt (GLP) bekannt, dass die Alpiq-Aktien des Kantons massiv an Wert verloren haben.

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Alpiq leidet unter Wertminderungen (Archiv)

Alpiq leidet unter Wertminderungen (Archiv)

Keystone

Die Alpiq-Aktien des Kantons Solothurn haben in den vergangenen Jahren massiv an Wert verloren, wie aktuelle Zahlen nochmals deutlich aufzeigen: «Der Verkehrswert der Alpiq-Aktien hat sich seit dem 31.12.2008 um 711 Mio. Franken und unser Buchwert um 71,4 Mio. reduziert», schreibt die Regierung auf eine entsprechende Frage der Grenchner GLP-Kantonsrätin Nicole Hirt.

Seit Anfang 2012 rechnet der Kanton mit dem Standard HRM2. Seit diesem Zeitpunkt, so die Regierung seien Wertberichtigungen von 95 Mio. Franken vorgenommen worden. Hirt fürchtet nun finanzielle Folgen für den Steuerzahler, falls der Aktienkurs nicht wieder steigt.

Der Regierungsrat beteuert die Wichtigkeit der Alpiq für den Kanton: Der einstmals gute Steuerzahler beschäftigt im Solothurnischen 530 Mitarbeitende, davon rund 400 in Olten. 2004/05 erreichte der Kanton beim Zusammenschluss der Atel und der Westschweizer EOS zur heutigen Alpiq, «dass der Standort Olten für bestimmte Geschäftseinheiten als Werkplatz erhalten blieb und die fiskalpolitischen Interessen sichergestellt wurden», so die Regierung.

Diese Vereinbarung gelte noch bis 2020. Erst danach würden sich Überlegungen zur kantonalen Beteiligungsstrategie wieder stellen, so die Regierung. Sie hält darüber hinaus fest, dass ein Verkauf von Wasserkraftwerken ins Ausland bedauerlich wäre, aber «alleinige Sache der Eigentümer». Zudem verteidigt die Regierung erneut die Entsendung des Oltners Hans Saner als Kantonsvertreter in den Alpiq-Verwaltungsrat. (lfh)

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