Solothurn
Alles, nur keine Schulmedizin – dafür spirituelle Kunst und Seelen-Musik

Der typische Besucher der Gesundheitsmesse, welche am Wochenende im Landhaus im Solothurn über die Bühne ging, ist weiblich, über 40 Jahre alt und aufgeschlossen gegenüber Neuem, sagt Messe-Veranstalterin Bettina Mosca-Schütz aus Burgäschi.

Fränzi Rütti-Saner
Merken
Drucken
Teilen
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn
13 Bilder
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn
Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn

Gesundheitsmesse im Landhaus Solothurn

Hanspeter Bärtschi

Tatsächlich waren es meist weibliche Besucher, denen wir am Freitagnachmittag, ein paar Stunden nach der Eröffnung der Messe, im Landhaus begegneten. Frauen, die meist ganz gezielt einen Stand aufsuchten und sich gerne auf ein Beratungsgespräch einliessen.

Die Palette an Produkten und Dienstleistungen, welche an dieser bereits sechsten Gesundheitsmesse in Solothurn angeboten wurden, war breit – und doch eingeschränkt. Alles, was einem Gesundheitsbewussten nützlich sein könne. Alles – ausser Schulmedizin, zählte Mosca auf und fügte hinzu: «Aber keine Esoterik.» Es sei ihr wichtig zu betonen, dass dieser Bereich hier nicht zu finden sei, wenigstens fast nicht. «Nur eine Kartenlegerin ist mit dabei.»

Eine breite Gesundheits-Palette

Zu finden war aber beispielsweise Colon-Hydro-Therapie, Homöopathie, mediales Hand- und Gesichtslesen, Schmuck für die Seele, spirituelle Kunst, Seelen-Musik, Pranic Healing, Reiki, Energieholz-Schmuck, Tierkommunikation, Attilio-Wasser – um nur einiges aufzuzählen. Insgesamt 42 Aussteller konnten gezählt werden. Viele von ihnen boten während der dreitägigen Messe auch einen Vortrag zu ihrem Thema an. «Das gehört zum Konzept der Gesundheitsmesse. Dass die Aussteller die Möglichkeit bekommen, in Vorträgen über ihre Produkte oder Heilmethoden zu referieren», sagt Mosca, die selbst «Seelen-Musik» anbietet. Sie spreche viele der Aussteller direkt an, oder diese melden sich über Inserate, um bei einer der Gesundheitsmessen, die Mosca in der ganzen Schweiz organisiert, teilzunehmen, erzählt sie weiter.

Ein Messerundgang bot sich nach so viel Einführungsinformation an. Ein Herr informierte ausführlich über den sardischen Heiler Attilio Ferrara. Dieser Heiler (auf einem Plakat lächelt er dem Betrachter entgegen) sei mit seinen Erkenntnissen vor einigen Jahren an die Öffentlichkeit getreten. Alle Produkte, die der Standbetreiber anbot – vom Korallenanhänger über ein Seidentuch bis zum energetisch aufgeladenen Wasserrohr – sei von Attilio energetisch aufgeladen und deshalb für jegliche Heilung anwendbar. Dann gab es eine Beratung zu Birkenzucker aus Finnland, Olivenblattextrakt und einem mineralischen Durchfluss-Wasserionisierer in Form einer Karaffe.

Das mediale Gesichtslesen und die spirituelle Kunst liessen wir links liegen und verliessen das Landhaus. Draussen drängte sich eine Frage auf: Warum sind unsere Gesundheitskosten so hoch, wenn es doch so viele einfache und wirkungsvolle Naturprodukte gibt und Selbstheilung und der Glauben auch helfen sollen?