Ehrenamtlich
Alle Wanderwege sind intakt – auch dank Asylsuchenden

1300 Kilometer lang ist das Wegnetz im Kanton Solothurn. Und verlaufen tut sich trotzdem niemand. Vorwiegend ehrenamtliche Helfer haben für die Instandhaltung der Wege 180 bis 200 Arbeitstage auf sich genommen. Auch Asylsuchende haben angepackt.

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Auf Solothurner Wanderwegen verläuft sich niemand.

Auf Solothurner Wanderwegen verläuft sich niemand.

Hansruedi Aeschbacher

Die vorwiegend ehrenamtlichen Helfer der Solothurner Wanderwege haben 2015 rund 180 bis 200 Arbeitstage aufgewendet, um das 1300 Kilometer lange Wegnetz im Kanton aufrechtzuerhalten.

Dies schreibt der Verein in seinem nun vorliegenden Jahresbericht 2015. Rund 200 Wegweiser seien ausgetauscht worden, schreibt Markierungschef Hans Küpfer. «All unserer Mitarbeiter montieren zusätzlich 200 Richtungsanzeiger und 250 Rhomben – gleich viele werden noch neu gemalt oder aufgefrischt.»

Mehrfach verweist der Jahresbericht auf die Mithilfe von Asylsuchenden bei der Instandstellung von Wegen. Sie leisteten 2015 für die Solothurner Wanderwege insgesamt rund 7500 Stunden Arbeit. So haben Asylsuchende etwa im Thal in Matzendorf und beim Weg Holderbank–Talflüeli Treppen erneuert.

Bei einem Budget von 225 000 Franken hat der Verein 2015 eine schwarze Null geschrieben. Kanton und Gemeinden unterstützen die Wanderwege mit 150 000 Franken jährlich. (lfh)