Kantonsratspräsident

Albert Studer hat eine Brücke bis in den Himmel gebaut

Albert Studer tritt ab – als höchster Solothurner und auch als Kantonsrat.

Albert Studer tritt ab – als höchster Solothurner und auch als Kantonsrat.

Ein Jahr lang war Albert Studer aus Hägendorf der höchste Solothurner. Ein letztes Mal sprach er am Mittwoch als «Chef» zu «seinen» Kantonsräten.

Es war nicht die grosse staatsmännische Rede, die bei der Weltlage beginnt und dann alle gewichtigen kantonalen Sorgen und Erfolge aufgreift. Der abtretende Kantonsratspräsident 2016 punktete in seiner Abschiedsrede vielmehr mit grosser persönlicher Offenheit. Er sei Anfang Jahr mit dem Anspruch angetreten, Brücken zu schlagen, sagte Albert Studer (SVP, Hägendorf).

Dass er dann sogar eine Brücke bis in den Himmel bauen werde, habe er sich nicht gedacht. Der 55-Jährige nahm mit diesen Worten Bezug auf den plötzlichen Tod seiner Frau in diesem Herbst. Er leitete über zu den «vielen Eindrücken», die er auf seinen weiteren Lebensweg mitnehmen werde.

Da sind zum Beispiel die Bewohner der Seniorenzentren, «die niemandem zur Last fallen wollen». Manchmal habe ihm deren Situation «schon aufs Herz gedrückt». «Mein Dank geht besonders an jene, die Betagte zu Hause betreuen.» «Ihr macht auch etwas für die Gemeinschaft.»

Kritisch bemerkte er, dass sich die Zusammenarbeit der Kantone schwieriger gestalte, als er das erwartet hätte. Albert Studer tritt per Ende Jahr ab, nicht nur als höchster Solothurner, sondern auch als Kantonsrat.

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