Die Regionalgruppe «Nie wieder Atomkraftwerke» (NWA) setzte sich an ihrer Mitgliederversammlung auf dem Obergrenchenberg mit der geplanten Windkraftanlage und der Teilrevision des kantonalen Energiegesetzes auseinander.

Die Umsetzung der Energiestrategie 2050 verlange nun Schritte in den Kantonen, wie die NWA am Montag mitteilt. Die Musterverordnung der Kantone verspreche reduzierten Verbrauch fossiler Energien, weniger CO2-Ausstoss und tiefere Heizkosten. Laut NWA-Präsident Philipp Hadorn handelt es sich um keinen «revolutionären Akt, aber um eine enorm wichtige, pragmatische Massnahme». Härteklausel und Verordnungsveto sicherten zudem eine «praktikable Umsetzung».

Besuch des Windkraftwerkes

Die NWA setzte sich bereits an vergangenen Mitgliederversammlungen mit erneuerbaren Energien auseinander. Dieses Jahr besuchten die Mitglieder das Windkraftwerk der ADEV Energiegenossenschaft auf dem Obergrenchenberg. Nachdem Arno Günzl von der ADEV die Innereien und Leistungen des Windrades vorgestellt hatte, legte Per Just, Geschäftsführer der Städtischen Werke Grenchen SWG, die Pläne und Hürden des Windparkprojektes Obergrenchenberg vor. Nicole Hirt, Präsidentin Pro Natura Solothurn, wies auf die «Risiken und Nebenwirkungen» dieses Eingriffes in die Natur hin – insbesondere auf die Folgen für Juraschutzzone, Landschaft, Vögel und Fledermäuse.

Die Teilnehmenden nutzten die Chancen, engagiert über das vorgestellte Projekt, erneuerbare Energien und «die Notwendigkeit der Umsetzung der Energiestrategie 2050» zu diskutieren. (MGT)