Krankheit

Aktionstage gegen «Leben in einem grauen Schloss»

Die Veranstaltung wird vom kantonalen Amt für soziale Sicherheit, von den Psychiatrischen Diensten der Solothurner Spitäler AG, der Solodaris Stiftung und von Pro Infirmis Aargau-Solohurn organisiert.

Die Veranstaltung wird vom kantonalen Amt für soziale Sicherheit, von den Psychiatrischen Diensten der Solothurner Spitäler AG, der Solodaris Stiftung und von Pro Infirmis Aargau-Solohurn organisiert.

Vom 16. Oktober bis zum 9. November finden die Aktionstage psychische Gesundheit mit verschiedenen Anlässen in Solothurn, Grenchen und Olten statt.

«Ich probiere mit all meinen Mitteln, das Liebste, was ich auf dieser Welt habe, von diesem grauen Mantel der Betrübtheit zu befreien. Es gibt kein Durchdringen, meine Gattin bleibt verschlossen und betrübt, schlimmer noch, sie denkt unentwegt daran, dass Sterben wohl besser wäre als Leben in einem grauen Schloss.»

Mit diesen sehr persönlichen Worten lädt Kantonsratspräsident Albert Studer zu den achten Aktionstagen Psychische Gesundheit im Kanton Solothurn ein. Die Aktionstage möchten, wie es auch Studer am Herzen liegt, aufzeigen, dass psychische Erkrankte nicht nur die Drogenabhängigen am Bahnhof oder die kranken Serienmörder aus dem Fernsehen umfassen; Psychische Erkrankungen haben viele Gesichter und sind weiter verbreitet, als viele annehmen.

«Statistisch gesehen leidet jeder Zweite im Verlauf seines Lebens einmal an einer klinisch relevanten, behandlungsbedürftigen psychischen Krankheit», präzisiert OK-Mitglied Manuela Meneghini. Die Aktionstage wollen deshalb nicht nur Experten, Betroffene und Angehörige, sondern alle Menschen ansprechen.

Nach dem Motto «Prävention. Information. Aufklärung» soll das Thema Psychische Erkrankungen aus der dunklen Ecke hervorgeholt und die Menschen dafür sensibilisiert werden. Vom 16. Oktober bis zum 9. November finden in Grenchen, Olten und Solothurn 15 Anlässe statt, die das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln aufgreifen, zum Diskutieren und Nachdenken anregen sollen.

Programm für jedermann

Das diesjährige Programm zeichnet sich durch seinen vielfältigen Mix aus: Podiumsdiskussionen, Slam Poetry, eine Lesung und ein Symposium, Konzerte, Filme und Referate ermöglichen einen angeregten Austausch und neue Begegnungen. Ungezwungene Treffen stehen nebst der inhaltlichen Diskussion im Vordergrund.

So können die für die psychische Gesundheit so wichtigen sozialen Kontakte beim gemeinsamen Suppenzmittag am Franziskanerplatz in Solothurn, bei dem sich auch Albert Studer und weitere im naheliegenden Rathaus tagende Politiker stärken werden, gepflegt werden.

Auch am Konzert der Federlosband in der Kulturgarage Solothurn ergeben sich Treffen jenseits der bekannten Schubladen: So wie die Federlosband verschiedenste Einflüsse in ihrer Musik mischt, so unterschiedlich werden auch die Konzertbesucher sein.

Ein weiteres Highlight ist die Lesung mit Musik der Starpianistin und Autorin Rahel Senn. Bevor sie in die Tasten greift, liest sie aus ihrem Debütroman «Der kleine Tete», der vom schizophrenen Sohn Albert Einsteins handelt. Die Aktionstage enden mit der Verleihung des Solothurner Sozialsterns, einer Auszeichnung für sozial engagierte Firmen.

Der Eintritt zu den Anlässen ist frei, ausser zum Konzert der Federlosband. Die Veranstaltung wird vom kantonalen Amt für soziale Sicherheit, von den Psychiatrischen Diensten der Solothurner Spitäler AG, der Solodaris Stiftung und von Pro Infirmis Aargau-Solothurn organisiert.

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