Im Kantonsdurchschnitt leben 3,43 Einwohner auf einer Hektare Land. Aufgeschlüsselt auf die Gemeinden präsentiert sich die Besiedelungsdichte aber äusserst unterschiedlich: Am «engsten» ist es in der Kantonshauptstadt: Hier wohnen auf einer Fläche von 592 Hektaren rund 16 814 Einwohner, also 28,4 pro Hektare.

Am meisten «Luft» gibt es anderseits im flächenmässig weit grösseren Gänsbrunnen: Bei knapp 100 Einwohnern sind es deren 0,09 auf
1142 Hektaren.

Wer die Karte betrachtet (oben oder als Dokument zum Download), kann die jeweilige Bevölkerungsdichte an der unterschiedlichen Einfärbung jeder einzelnen der 109 Gemeinden im Kanton ablesen. Will heissen: Je dunkler die Farbe, je mehr das Rot ins Violett übergeht, desto mehr Menschen leben auf einem Quadratkilometer produktiver Fläche.

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Agglomerationen dehnen sich aus

Nicht verwunderlich, dass die stadt-nahen Gebiete besonders «dunkel» erscheinen. Doch es wird auch augenfällig, dass sich die Agglomerationen nicht einfach nur auf den Kreis der direkten Nachbargemeinden von Städten konzentrieren. Vielmehr ziehen sie sich – unter anderem Verkehrsachsen folgend – bis weit in die Regionen hinaus.

Dies ist am Beispiel der Kantonshauptstadt deutlich zu sehen: Deren Agglomeration weist im Gebiet von Bellach über Langendorf, Zuchwil, Derendingen und Oekingen bis nach Gerlafingen eine besonders hohe Bevölkerungsdichte auf. Ähnlich zeigt sich das Bild in der Agglomeration Olten, die sich von Kappel im Westen, bis Schönenwerd, im Osten erstreckt.

Im Raum Schönenwerd, vor den Toren Aaraus, definiert das Bundesamt für Statistik in seinen räumlichen Typologien denn auch eine Gruppe von «Kerngemeinden ausserhalb der Agglomeration». Den gleichen Status hat auch Oensingen, das in den letzten Jahren stark gewachsen ist und im Raum Gäu-Thal/bernisches Bipperamt doch gewisse Zentrumsfunktionen hat. Nördlich des Juras ist die unmittelbare Nachbarschaft der Agglomeration Basel sicht- und spürbar: Mit Dornach liegt die erste Schwarzbuben-Gemeinde denn auch bereits auf Platz 7 der Rangliste (siehe Tabelle unten).

Die Hauptstadt ist Spitzenreiter

Die Bevölkerungsdichte vor Ort hat, wie erwähnt, einerseits mit der Lage in oder im Umfeld einer Agglomeration zu tun, anderseits aber auch mit der Fläche einer Gemeinde. So ist Grenchen mit einer Einwohnerzahl von 16 834 die zweitgrösste Stadt im Kanton, dies aber mit einer Fläche, die mehr als vier Mal grösser ist als jene von Solothurn. Damit kommt die Uhrenstadt auf nur 6,57 Einwohner pro Hektare, während es in der Kantonshauptstadt 28,4 Einwohner sind.

Solothurn weist damit die grösste Bevölkerungsdichte aus. Aber dicht gefolgt von einer «Landgemeinde», nämlich Gerlafingen, mit 26,8. Kein Wunder, weist doch die im Wasserämter Gemeinde lediglich eine Fläche von 187 Hektaren auf. Bereits unter der 20-Personen-Schwelle liegen die nächsten Gemeinden: Zuchwil und Langendorf. Beide liegen damit aber noch über dem Wert von Olten (16,49), der grössten Stadt im Kanton.

Am anderen Ende des Spektrums liegen mit Herbetswil, Beinwil und Gänsbrunnen drei ausgesprochen ländliche Dörfer. Deren Platzierung ist insbesondere mit dem Verhältnis der grossen Gemeindefläche zur relativ kleinen Bevölkerungszahl zu erklären.

So viele Einwohner pro Hektare wohnen aktuell in den Gemeinden des Kantons Solothurn