Erstmals lädt der Kunstraum Medici zu einer «Accrochage» ein – ein Begriff, der sich ableitet vom französischen accrocher (aufhängen, befestigen). Der Kunstraum Medici setzt diese Idee mit acht Künstlern und 14 Werken um, aus der eigenen Sammlung oder aus dem Besitz der Künstler. Die aktuell präsentierte Auswahl umfasst die Zeitspanne der vergangenen 45 Galerie-Jahre und bietet eine Art «Klassenzusammenkunft» unterschiedlicher künstlerischer Haltungen. Von Alfonso Hüppi sind dessen auf schmale hohe «Sehschlitze» konzentrierte zeichenhafte Wandobjekte zu sehen. In Franz Eggenschwilers Objekten aus Fundstücken, geschaffen in den 1970er Jahren, lebt eine originäre unverkennbare Kreativität aus süffisanter Poesie und symbolhafter Originalität. Pavel Schmidts und Michael Bibersteins (1948–2013) erste Ausstellungen fanden im Kunstraum Medici statt. Biberstein zeigte immer wieder seine durchaus magisch zu nennenden, atmosphärisch verdichteten Ölbilder. Ebenso war Jean Mauboulès, dessen Objekte aus Stahl und Glas unerschöpflich wie unverkennbar sind, in diversen Ausstellungen präsent. Oder Jean Pfaff, er zeigte bereits einige Male im Kunstraum Medici seine Farbinterventionen. Michael Medici ist der jüngste Künstler in dieser Runde und der einzige, der sich der figurativen Malerei verschrieben hat.

Diese kleine Begegnung in Bild, Objekt und Plastik wird von Balthasar Burkhards lebensgrossem «Kamel» überwacht, eines jener vielen charmanten Tierporträts, die sich als illustre Schar im 1997 erstmals erschienenen Kinderbuch-Klassiker «Klick!, sagte die Kamera» von ihrer besten Seite zeigen. (eb)

Bis 8. Dezember. Geöffnet: Do + Fr, 14–18 Uhr, Sa, 14–17 Uhr, www.kunstraum-medici.ch. «Klick» ist in einer Neuauflage erhältlich.