Kanton Solothurn

Abkommen zur Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen wird erneuert — Regierungsrat nimmt Stellung

Deutschland und die Schweiz erneuern ihr Abkommen. (Symbolbild)

Deutschland und die Schweiz erneuern ihr Abkommen. (Symbolbild)

Deutschland und die Schweiz erneuern ihr Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Berufsabschlüssen. Der Regierungsrat begrüsst das Bestreben und beantragt zusätzlich die Anerkennung der Abschlüsse an Höheren Fachschulen sowie der Berufsmaturitätsabschlüsse.

Das heute gültige Abkommen zwischen der Schweiz und Deutschland über die gegenseitige Feststellung der Gleichwertigkeit von beruflichen Abschlüssen stammt von 1937 und bedarf einer Erneuerung. Das Eidgenössische Departement habe in Zusammenarbeit mit den zuständigen deutschen Bundesbehörden einen Entwurf für ein modernisiertes Abkommen ausgearbeitet, das auch den neuen Berufsbildern und den entsprechenden Ausbildungen Rechnung trage, wie die Staatskanzlei Solothurn mitteilt.

Der Regierungsrat begrüsse es, dass künftig alle Berufsabschlüsse gegenseitig anerkannt werden, wenn sie jeweils in der Schweiz und in Deutschland durch Bundesrecht geregelt seien. Er sehe darin einen grossen Mehrwert für die Berufsausübung, die berufliche Weiterbildung und die Mobilität der Fachkräfte im jeweils anderen Staat.

Er beantrage zusätzlich die gegenseitige Anerkennung der Abschlüsse an Höheren Fachschulen, weil diese hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte hervorbringen und eine wichtige Säule der schweizerischen Tertiärbildung seien. Weiter beantrage der Regierungsrat die Anerkennung der schweizerischen Berufsmaturitätsabschlüsse durch Deutschland, so die Staatskanzlei weiter.

Darüber hinaus werde der Bundesrat ersucht, eine spätere Erweiterung des Abkommens auf Berufsabschlüsse im Zuständigkeitsbereich der Bundesländer weiterzuverfolgen, vor allem bei Berufen im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich. (sks)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1