Kurhaus Weissenstein
Abgänge im Kurhaus: Der Direktor ist bereits weg

Gewichtige Abgänge auf dem Weissenstein: Nur wenige Wochen nach dem Start wechselt Pächter Samuel Kappeler seine Führungsspitze aus. Der bisherige «Kurhaus»-Chef hat den Berg bereits verlassen.

Lucien Fluri
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Felix Schwärzler ist gegangen.

Felix Schwärzler ist gegangen.

Hansjörg Sahli

«Ich bin seit Montag nicht mehr Direktor», bestätigt Felix Schwärzler auf Anfrage dieser Zeitung seinen Abgang. Auch seine Stellvertreterin ist freigestellt.

Die genauen Gründe für die Abgänge sind nicht klar. «Es war meine Entscheidung, aufzuhören», sagt Schwärzler, der sich nicht weiter zu seiner Kündigung äussern möchte. Der 28-jährige Österreicher wird das Unternehmen Hüttenzauber, das den Betrieb auf dem Berg führt, allerdings ganz verlassen. Schwärzler hatte im Februar mit den Vorbereitungsarbeiten für den Saisonstart begonnen und das Traditionshaus Anfang Mai wiedereröffnet.

«Normale Auswechslung»?

Gerüchten zufolge gehen mit dem Leitungsteam auf Ende August weitere Mitarbeiter. Das dementiert jedoch Weissenstein-Pächter und Hüttenzauber-Besitzer Samuel Kappeler. «Einzig Herr Schwärzler und die Betriebsassistentin verlassen uns», hält er fest. Zwar sei die Ablösung «nicht so schnell vorgesehen» gewesen. Trotzdem spricht Kappeler von einer «normalen» Auswechslung: «Personalwechsel kommen in einer Gruppe mit zehn Betrieben, wie wir es sind, häufiger vor.» Aufgabe von Schwärzler sei es in erster Linie gewesen, den Betrieb wieder zu eröffnen und die erste Zeit danach zu managen. Da sich der Wechsel abgezeichnet habe, sei seit Ende Juni ein Betriebsleiter ad interim eingearbeitet worden.

In Inseraten sucht Kappeler allerdings nicht nur einen Betriebsleiter, sondern auch einen Restaurationsleiter, einen Chef de Service, Servicepersonal und einen Koch. Gesucht wird eine «führungsstarke Persönlichkeit (25- bis 35-jährig) mit einer Grundausbildung in Gastronomie/Hotellerie» und mehrjähriger Erfahrung.

«Mit dem Start zufrieden»

Konzept und Betrieb laufen laut Kappeler wie bisher weiter. «Wir sind mit dem Start im Kurhaus sehr zufrieden. Besonders die Hotelübernachtungen sind weit über unseren Erwartungen und entwickeln sich auch nach der Eröffnung weiterhin positiv», so der Pächter. Auch die Restauration laufe den Erwartungen entsprechend gut. «Einzig, durch die zahlreichen Strassensperrungen im Zusammenhang mit dem Bau der Gondelbahn sind wir teilweise punktuell eingeschränkt.»

«Wir sind über den Wechsel informiert worden», sagt Peter Oetliker, Bereichsleiter Marktsupport und Logistik bei der Kurhaus-Besitzerin Regiobank. Die Gründe für den Wechsel kenne man aber nicht. «Das Wichtigste für uns ist, dass es auf dem Berg gut läuft», so Oetliker. Die Personalpolitik sei Sache der Pächterin. Sie hat einen dreijährigen Vertrag.