Vor zwei Wochen erst wurde die Betoncoupe Arena selbst als Leuchtturm-Projekt für den Solothurner Sport gefeiert. Am Montagabend war das neue Volleyball-Leistungszentrum in Schönenwerd Schauplatz für die diesjährige Solothurner Sportpreisfeier. 13 herausragende Sportler und Sportfunktionäre wurden für ihre Leistungen und Verdienste ausgezeichnet. Die Solothurner Regierung war für diesen Anlass in corpore ins Niederamt gereist. «Das zeugt von der Bedeutung dieses Anlasses», sagte Landammann Roland Heim in seinen einführenden Worten. Die breite Palette an vertretenen Sportarten – von Aerobic bis Motorkunstflug – sei ein Abbild der Solothurner Sportlandschaft.

Wer diese Landschaft hoffentlich schon bald prägen wird, zeigte sich bei der Vergabe der Sportförderpreise. Diese gehen an: Philipp Geisenhoff, Dornach (Sportklettern); Yves Kaiser, Luterbach (Fussball); Mischa Lanz, Hägendorf (Tennis); Rahel Steinger, Subingen (Rhythmische Gymnastik) sowie Licia Mussinelli, Derendingen (Rollstuhl-Leichtathletik), für die niemand geringerer als Rollstuhlsport-Ikone Heinz Frei die Laudatio hielt. Alle mit dem Förderpreis ausgezeichneten Sportler werden mit 8000 Franken unterstützt.

Zeitmesser ausgezeichnet

Hinter jedem erfolgreichen Sportler stecken unzählige Stunden Arbeit von Trainern, Betreuern und Förderern. Dieser Leistung zollt der Regierungsrat mit dem Sportverdienstpreis in der Höhe von 4000 Franken Anerkennung. «Meldet uns Leute, die dafür infrage kommen», rief Reto Schläppi, Präsident der Sportkommission, die Anwesenden in der Betoncoupe Arena auf. Im Gegensatz zu den Athleten könne man bei der Suche nach Kandidaten nämlich nicht auf Resultatblätter zurückgreifen. Dennoch ist die Kommission fündig geworden. Besonders hervorgetan haben sich demnach René Bobst, Oensingen (Judo); Simon Rothenbühler, Flims (Skisport); und Peter Hürzeler, Langendorf (Zeitmessung). «Peter Hürzeler ist eine Legende und ein Glücksfall für den Schweizer Sport», sagte Heinz Frei, der auch hier die Laudatio halten durfte. Mit Swiss Timing war Hürzeler als offizieller Zeitmesser an 19 Olympischen Spielen dabei.

Mit den Sportpreisen und einem Preisgeld von jeweils 7000 Franken würdigt der Regierungsrat jedes Jahr herausragende sportliche Erfolge. Die diesjährigen Gewinner sind: Lisa-Maria Berger, Grosshöchstetten (Triathlon); Benjamin Gischard, Herzogenbuchsee (Kunstturnen); Ramona Probst, Laupersdorf (Aerobic) sowie Isidor von Arx aus Egerkingen, der mit seiner Sportart, dem Motorkunstflug, aus der Reihe der Geehrten heraussticht. Der 51-Jährige lebt für den Kunstflug und ist seit 1999 im Besitz einer Privatpilotenlizenz. Als Mitglied der Nationalmannschaft flog er bereits zahlreiche internationale Einsätze. 2015 und 2017 wurde er Schweizermeister in der Königsklasse «Unlimited» und durfte an den Europa- und den Weltmeisterschaften teilnehmen.

Spezialpreis als Investition

Fast schon Dauergast bei der Sportpreisverleihung und damit der beste Beweis für erfolgreiche Sportförderung ist die Triathletin Daniela Ryf aus Feldbrunnen. 2003 erhielt sie den Förderpreis, 2009 und ebenso 2015 war sie Trägerin des Sportpreises. Ryf gewann in den letzten Jahren mehrere Europa- und Weltmeistertitel. Beim Ironman auf Hawaii stand sie drei Mal zuoberst auf dem Podest. Sie ist die erste Frau, die drei Mal den Titel bei den Ironman 70.3 World Championships holte. 2015 wurde sie zur Schweizer Sportlerin des Jahres gewählt. Angesichts ihres anhaltenden sportlichen Höhenflugs verlieh der Regierungsrat Daniela Ryf  einen mit 5000 Franken dotierten Spezialpreis. Ein finanzieller Zustupf, den die 30-Jährige sogleich zu verwenden wusste. Die Ausnahmesportlerin unterstützt damit das Leistungszentrum für Duathlon und Triathlon in Zuchwil, dessen Schirmherrin sie ist. Eine Investition, die sich bestimmt bald lohnen dürfte. Spätestens dann, wenn die nächsten Solothurner Ausdauersportler mit einem Sportpreis ausgezeichnet werden.