Emme

Ab September darf weniger Wasser aus der Emme entnommen werden

Emme in Richtung Bätterkinden.

Emme in Richtung Bätterkinden.

Der Solothurner Regierungsrat hat für die Emme eine erhöhte Restwassermenge festgelegt und schränkt damit ab dem 1. September die Wasserentnahme aus der Emme ein.

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entnehmen die Betreiber der vier Wasserkraftwerke am Emmenkanal Wasser aus der Emme zur Speisung des Kanals. Die verbleibende Restwassermenge in der Emme ist dadurch ungenügend und entspricht nicht dem seit 1992 geltenden Gewässerschutzgesetz. Die geringe Wassermenge verschlechtert die Lebensbedingungen für Fische, Krebse und Insekten.

Auswirkung auf Kanalkraftwerke

Das eidgenössische Gewässerschutzgesetz schreibt vor, dass bis Ende 2012 durch Wasserentnahmen beeinflusste Fliessgewässer saniert werden müssen. «An der Emme besteht auch für den Kanton Solothurn Handlungsbedarf», wie es in einer Mitteilung heisst. Die Dotierwassermenge beim Wehr Biberist müsse erhöht werden, damit die ökologischen Funktionen des Gewässers gewährleistet werden können.

Durch die neu zu gewährleistende Restwassermenge fliesst künftig weniger Wasser durch den Emmenkanal und die Stromproduktion verringert sich geringfügig. Um die Interessen der Emmenkanal-Gesellschaft, welche die vier Kanalkraftwerke betreibt, möglichst gut zu berücksichtigen, hat der Kanton Versuche durchgeführt und ausgewertet.

Die nun mit dem Regierungsratsbeschluss bestimmte, saisonal abgestufte Dotiermenge von 1,8 m/sec von April bis September sowie 2,5 m/sec von Mai bis August berücksichtigt die Anliegen des Naturschutzes und die Bedürfnisse der Stromproduzenten und soll vorerst bis Ende 2022 gelten. (sks)

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