«Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was ich dazu sagen soll», gibt Therese Niederberger ehrlich zu. Zusammen mit ihrem Mann und dessen Bruder führt sie das Bergrestaurant Sennhaus und ist über die Neuigkeit, dass die Hotel Weissenstein AG als Besitzerin des Kurhauses dem jetzigen Pächter Samuel Kappeler den Pachtvertrag nicht verlängert hat, fast ebenso erstaunt, wie dieser selbst. 

Über 100 Reservationen mussten in Folge der überraschender Trennung von Kappeler abgesagt werden. Pech für die Gäste, Glück für den Konkurrenzbetrieb Sennhaus? «Wir konnten durchaus ein paar der geplanten Anlässe übernehmen, aber eben nur dann, wenn wir selbst zu diesem Zeitpunkt noch frei waren», schränkt Niederberger sogleich ein. Momentan liefe der Betrieb sehr gut - auch ohne die neu dazugekommenen Veranstaltungen.

Doch diese erfreuliche Tatsache hält Niederberger nicht davon ab, sich über die ungewisse Situation des Kurhaus-Restaurants Gedanken zu machen: «Klar fragt man sich, wie es nun weiter gehen soll, denn im Moment sehe ich noch keine Lösung.» 

Aber die Frage um die Zukunft des Kurhauses sei nicht das einzig Ungewisse auf dem Hausberg, ergänzt Niederberger wissend. Für den Gastrobetrieb auf dem Berg spiele bekanntlich das Wetter eine äusserst bedeutende Rolle und «das kann man ja auch nicht voraussagen - oder jedenfalls nicht mit Gewissheit», erklärt sich Niederberger. Im Allgemeinen sei man jedoch zufrieden «ufem Bärg», beendet Niederberger das Gespräch. 

Der zweite Berggasthof Hinterer Weissenstein ist im Moment wegen Betriebsferien geschlossen und konnte aus diesem Grund nicht erreicht werden. (ajs)