Reisesaison

Ab in die Ferien: Welche Länder diesen Herbst in Solothurner Hand sind

Viele Solothurnerinnen und Solothurner fliehen derzeit vor dem Herbst. Die Reisebüros verraten, wohin es sie zieht. Spanien ist dabei nach wie vor hoch im Kurs.

Die Anzeichen, mit denen sich der Herbst in der Schweiz ankündigt, sind bereits unübersehbar: Der Nebel, der sich sowohl auf die morgendlichen Strassen als auch auf die Gemüter der Leute legt. Die bunt geblätterten Laubbäume, die versuchen, etwas Farbe in all das herbstliche Grau zu bringen und nicht zu vergessen: die ausgebuchten Flüge in den Süden.

«Frau und Herr Schweizer sind in Spanien», antwortet Claudia Huber vom Kuoni Reisebüro in Solothurn schmunzelnd auf die Frage, wohin denn die Solothurner am liebsten in die Herbstferien fahren. Auch Prisca Huguenin von Hotelplan Suisse bestätigt, dass Spanien die Nummer eins auf der Liste der beliebtesten Reisedestinationen der Schweizerinnen und Schweizer im Herbst ist. Dabei haben es die spanischen Inseln wie Mallorca, Gran Canaria und Teneriffa den solothurnischen Urlaubern besonders angetan.

Die griechischen Inseln, wie etwa Kreta und Rhodos, folgen jenen in Spanien jedoch dicht auf den Fersen und erreichen somit die Nummer zwei als populärster Reisetrend.

Der dritte Platz auf dem Reisepodest nimmt die Insel Zypern ein. Ohne weiteres lässt sich feststellen: Die Solothurner zieht es mehrheitlich in den mit Kurzstreckenflügen erreichbaren Süden.

Dabei planen sie ihre Flucht vor dem Herbst früh zum Voraus. «2017 ist ein regelrechtes Frühbucherjahr», gesteht Heinz Schachtler vom Reisebüro Travellino aus Solothurn. «Sie möchten nur noch auswählen können, wohin sie gehen wollen, denn weg ist weg.»

Völkerwanderung nach Spanien

Obwohl Spanien schon immer ein beliebter Zufluchtsort für Sonne suchende Schweizer gewesen sei, sei dieser Herbst besonders «spanienlastig», meint Claudia Huber. Die Gründe dafür seien klar: der Wegfall Tunesiens und der Türkei als sichere Urlaubsorte. «Die einzigen, die jetzt noch in die Türkei fahren, sind die, die schon seit je ihre Herbstferien in der Türkei verbracht haben», so Huber.

Aber ansonsten gebe es fast keine Buchungen mehr. Heinz Schachtler weiss auch zu erzählen, dass alleine in Antalya rund 700 Hotels gar nicht erst öffneten. Unter dem Fernbleiben der Touristen litten in erster Linie die Bewohner der türkischen Grossstadt.

Im Gegensatz zu der Türkei und dem fast brachliegenden Tunesien sei sich Ägypten laut Huber als Feriendestination wieder etwas zu erholen. Besonders für Taucher stehe Ägypten nämlich nach wie vor ganz oben auf ihrer Beliebtheitsskala, da das Land als wahrhaftiges Taucherparadies gelte und es ausserdem an guten Alternativen mangle.

Man bleibt abenteuerlustig

Die wenigen Solothurnerinnen und Solothurner, die ihren Sonnentank nicht schon in Spanien, Griechenland oder Ägypten auffüllen, nehmen einen Langstreckenflug nach Thailand, Mauritius oder Indonesien auf sich, um es diesen gleichtun zu können.

Als weitere beliebte Ferndestination erwähnt Rolf Probst vom Grenchner Reisebüro Vasellari Dubai. Die Stadt sei ein zuverlässiger Sonnenspender, dem auch aus politischer Sicht nichts entgegenzuhalten sei.

Doch nicht alle liegen in ihren Ferien gerne auf der faulen Haut. Durchaus seien Rundreisen sowie Kreuzfahrten auf dem Vormarsch und das nicht nur während den langen Sommerferien, sondern mittlerweile auch während den Herbstferien, sagt Prisca Huguenin. Ob mit einem gemieteten Auto durch die USA oder mit einen Camper durch Kanada, die Urlauber aus dem Kanton Solothurn wissen die Alternativen zu den herkömmlichen Badeferien zu nutzen. Die einzige Devise für die Herbstferien, der alle zustimmen, lautet offensichtlich: Den Sommer noch ein bisschen verlängern.

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