Coronavirus
Aargau und Bern wollen die Schutzmassnahmen verlängern, Solothurn hält sich bedeckt

Bis am Sonntagabend hatten die Kantone Zeit, zu den vom Bund vorgeschlagenen zusätzlichen Schutzmassnahmen Stellung zu nehmen. Die Nachbarkantone haben ihre Stellungnahmen veröffentlicht.

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Einige Kantone wollen die Läden offen halten.

Einige Kantone wollen die Läden offen halten.

KEYSTONE/Marcel Bieri

Bis am Sonntag Abend konnten die Kantone zu den vom Bund vorgeschlagenen zusätzlichen Schutzmassnahmen Stellung nehmen. Für welches Vorgehen sich der Kanton Solothurn eingesetzt hat, gibt die Verwaltung nicht bekannt.

Auf Anfrage wiederholt die Medienverantwortliche Andrea Affolter das Statement, das bereits am Freitag verschickt wurde: ««Das Ziel ist klar: Die Fallzahlen müssen schweizweit so rasch wie möglich sinken. Dies gelingt nur, wenn alle ihren Teil dazu beitragen und überall im Land dieselben Massnahmen ergriffen werden und dieselben Regeln gelten.»

Ein Teil der Nachbarkantone hat mehr Details bekannt gegeben. In einer Stellungnahme schreibt etwa die Regierung des Kantons Baselland, dass man die Schliessung von Läden und Märkten als «unzweckmässig» empfinde. Weiter befürworte man eine Verlängerung der Massnahmen um drei Wochen, nicht wie vom Bund vorgeschlagen um fünf.

Aargau und Bern wollen die geltenden Massnahmen verlängern

Für eine Schliessung der Läden spricht sich dagegen der Kanton Aargau aus, wo diese Massnahme seit dem 20. Dezember gilt. Die Zahl der Ansteckungen sie seit diesem Zeitpunkt zurückgegangen, schreibt die Aargauer Regierung in einer Stellungnahme. Ausserdem spricht sich der Aargau dafür aus, die national geltenden Schutzmassnahmen bis Ende Februar zu verlängern. Mit Blick auf die Virusmutation, die sich laut Studien schneller verbreitet und mittlerweile auch in der Schweiz angekommen ist, würde der Aargau strengere Massnahmen ausserdem befürworten.

Eine Verlängerung der geltenden Massnahmen des Bundes ohne Verschärfung werde für die Schweiz zu einem weiteren Anstieg der Infektionen führen, warnt der Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati gegenüber der «Aargauer Zeitung». Zu erwarten wäre laut ihm bis Ende Februar eine deutliche Verschlechterung der epidemiologischen Situation in der ganzen Schweiz.

Ebenfalls für eine Verlängerung der Massnahmen auf nationaler Ebene ist der Kanton Bern, wie eine Stellungnahme der Berner Regierung zeigt. Schärfere Massnahmen wie eine Schliessung der Läden oder die Regel, dass sich im privaten Rahmen nur noch Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen, lehnt der Kanton Bern aber ab. Dies mit dem Hinweis, dass diese Regel für Patchwork-Familien nur schwer umsetzbar sei.

Um Unternehmen finanziell zu unterstützen, fordert die Berner Regierung die Aufstockung des Härtefallprogramms und eine erneute Auszahlung von Covid-Krediten.(rba/sda/az)

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