AareLand und Solothurn
Agglomerations-Programme: Regierungsrat will besser vernetzte Mobilität fördern

Durch die Agglomerationsprogramme AareLand, Grenchen und Solothurn soll die Mobilität besser vernetzt und die regionale Zusammenarbeit verstärkt werden. Der Regierungsrat des Kantons Solothurn hat nun die Programme in vierter Generation verabschiedet.

Merken
Drucken
Teilen

Die Agglomerationsprogramme AareLand und Solothurn bauen auf den vorangehenden Generationen auf, setzen aber auch neue Akzente. Etwa beim Dialog zwischen den Gemeinden, Regionen und Kantonen, der Weiterentwicklung des Zukunftsbildes, der Konkretisierung der Strategien und der Verstetigung des Agglomerationsprozesses. Erstmals reicht auch die Agglomeration Grenchen ein Agglomerationsprogramm beim Bundesamt für Raumentwicklung ein.

Inhaltsverzeichnis

    Abstimmung von Verkehr und Siedlungsentwicklung

    Der Bund unterstützt Projekte im Strassenbau und öffentlichen Verkehr sowie Fuss- und Veloverkehr mit Mitteln aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF). Die Agglomerationsprogramme ermöglichen die qualitätsvolle Abstimmung von Verkehr und Siedlungsentwicklung. Ziel ist die Sicherung der Lebensqualität und Stärkung der Agglomerationen

    Agglomeration «AareLand»: Raum ohne Grenzen verstehen

    Zentrale Elemente für das AareLand (Agglomerationen Aarau, Olten und Zofingen) als «Raum ohne Grenzen» sind die bessere Vernetzung im öffentlichen Verkehr und Fuss- und Veloverkehr, die Stärkung der Umsteigemöglichkeiten an zentralen Bahnhöfen sowie die Verbesserung der Schnittstellen im Strassenverkehr.

    Flugaufnahme von der Region Solothurn-Zuchwil (2011).

    Flugaufnahme von der Region Solothurn-Zuchwil (2011).

    Simon Dietiker

    Wichtige konkrete Projekte sind die Verkehrsinfrastruktur-Entwicklung Raum Suhr «VERAS», die Entlastung Oensingen, der Ausbau der Velovorzugsrouten zwischen Zofingen und Aarburg, der Korridorprozess «All-Gäu» (entsprechende Ergebnisse fliessen in die nächsten Generationen ein) sowie die Weiterentwicklung der Drehscheiben im öffentlichen Verkehr in Egerkingen und Oensingen.

    Agglomeration Solothurn: Vernetzte und attraktive Mobilität

    Ausgehend von der übergeordneten Vision «savoir vivre» der Agglomeration Solothurn lassen sich die Strategien im Verkehr räumlich differenzieren und werden mit «Verkehr vernetzen» ergänzt. Als Beispiel für eine verbesserte Vernetzung sind die Schlüsselprojekte Hauptbahnhof Solothurn/RBS Süd und der Velokorridor Solothurn-Grenchen zu nennen.

    RBS Bahnhof in Solothurn.

    RBS Bahnhof in Solothurn.

    Hanspeter Bärtschi

    Zudem werden verschiedene Abschnitte des Strassenraums und -verkehrs verbessert sowie neue attraktive Fuss- und Veloverbindungen erstellt. Die zwei Massnahmen «Mobilitätsquintett Wasseramt» und «Projekt Natur und Naherholung im Herzen der Agglomeration Solothurn» konnten bereits gestartet werden.

    Agglomeration Grenchen: Bahnhof Süd aufwerten

    Im Fokus des Agglomerationsprogramms Grenchen steht die Aufwertung des Bahnhofs Grenchen Süd als zentrale und attraktive Umsteigedrehscheibe in der Agglomeration. Ein erster Schritt dazu ist die Umgestaltung des Bahnhofplatzes. Mittelfristig ist die Schaffung einer attraktiven Verbindung für den Fuss- und Veloverkehr zwischen dem Zentrum von Grenchen, dem Bahnhof und dem Arbeitsgebiet rund um die Neckarsulm- und Flughafenstrasse vorgesehen. Auch das Potenzial für eine attraktive Siedlungsentwicklung rund um den Bahnhof soll genutzt werden.

    Züge am Bahnhof Grenchen Süd.

    Züge am Bahnhof Grenchen Süd.



    Jürg Amsler

    Regierungsrat beantragt Mitfinanzierung durch den Bund

    Der Regierungsrat beantragt die Mitfinanzierung beim Bund für die Massnahmen mit Baubeginn 2024 bis 2027: für das AareLand mit Investitionen in der Höhe von rund 295 Millionen Franken (davon entfallen 21,1 Millionen Franken auf den Kanton Solothurn), für die Agglomeration Solothurn mit einem Investitionsvolumen von 105 Millionen Franken und für die Agglomeration Grenchen mit Investitionen im Umfang von 14 Millionen Franken (davon entfallen 13 Millionen Franken auf den Kanton Solothurn). (sks)