Sirenentest
97 Prozent der Solothurner Sirenen bestehen den Test

Am Donnerstagnachmittag wurden sämtliche Schweizer Sirenen auf ihre Funktionsfähigkeit hin getestet. Im Kanton Solothurn funktionierten 172 Sirenen tadellos. Bei 6 gab es Probleme. Die Verantwortlichen sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Merken
Drucken
Teilen
Die Sirenen heulten immer wieder

Die Sirenen heulten immer wieder

Keystone

Die defekten Sirenen werden in den nächsten Tagen und Wochen repariert werden müssen, sagt Hansruedi Affolter, AMB Zivilschutz, Bereich Technik. Wo sie genau stehen, verrät er nicht. Affolter will die Gemeinden nicht öffentlich dem Verdacht aussetzten, sie seien ihrer Wartungspflicht nicht nachgekommen. Einige dürften genau dies aus Spargründen getan haben.

Die Gründe für den Aussetzer seien in der Regel altersschwache Akkus oder Elektronikschäden. Das erstaunt nicht, einige der Sirenen sind bereits 30 Jahre alt und damit am Ende ihres Lebenszyklus. Ersetzt wird im Moment aber keine, da der Bund an der zentralen Steuerung rumschraubt.

80 Rappen pro Einwohner

Wie viel die Testerei den Kanton gekostet hat, ist unklar. Etliche Gemeinden haben den Zivilschutz aufgeboten, die Kosten fallen so am Ende beim Bund an.

Geklärt ist hingegen, was die Sirenen Kanton und Gemeinden pro Jahr kosten. Es sind laut Affolter 196000 Franken oder rund 80 Rappen pro Kantonsbewohner. Der Kanton übernimmt nur 10 Prozent der Kosten, den Rest bezahlen die Gemeinden.

Eine neue Sirene kostet im Übrigen 15000 bis 20000 Franken. In der Schweiz sin drei unterschiedliche Modelle zugelassen, zwei davon stammen aus Deutschland, das dritte aus Nordeuropa. (rsn)