Sportlager
90 junge Leute werden im Juni im «anderen Lager» dabei sein

Seit 24 Jahren lädt der Panathlon-Club Solothurn behinderte und nichtbehinderte Jugendliche in ein Sportlager ein. Statt wie bisher in Tenero oder Schwarzsee wird Lager diesmal in Willisau durchgeführt.

Gundi Klemm
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Dieses Jahr findet «das andere Lager» in Willisau statt. Das Motto lautet«Begegnung durch Bewegung». Archiv

Dieses Jahr findet «das andere Lager» in Willisau statt. Das Motto lautet«Begegnung durch Bewegung». Archiv

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Vom 7. bis 12. Juni reisen aus den Abfahrtsorten Oensingen, Solothurn und Olten mit Cars 90 junge Menschen, dazu Sportleiter, Betreuungspersonen und die wichtige Küchenmannschaft nach Willisau. Längst ist das Programm der fünf Tage festgelegt. Für Montag, Dienstag und Donnerstag ist ein individuell frei wählbares Sportprogramm aus 20 Angeboten mit je 3 Lektionen zu 75 Minuten vorgesehen.

Donnerstagnachmittag sorgt die «Andere Olympiade» für vergnügliche Abwechslung, die auch an den Abenden Spass und Spannung garantiert. Als Sport-Verantwortlicher hat Turnlehrer Dominic Dornbierer alle Fäden in der Hand. Er weiss sich von einem motivierten Team unterstützt. Am Mittwoch findet während des ganzen Tages der stets beliebte Ausflug diesmal nach Nottwil und an den Sempachersee statt.

Mit Schiess- und Schwingkeller

Genutzt wird im beeindruckend eingerichteten Sportzentrum neben Dreifachturnhalle, Mehrzweckhalle, Hallenbad und Aussenanlagen auch ein Schiess- und ein Schwingkeller. Für die dort erteilten Lektionen sind ebenso wie für die anderen Disziplinen pädagogisch versierte Fachleute verpflichtet. Wie jedes Jahr ist die Zusammensetzung der Teilnehmerschaft das besondere Plus des Lagers, das unter dem Motto «Begegnung durch Bewegung» steht. Zu den 43 behinderten jungen Leuten kommen 47 Schülerinnen und Schüler. 15 davon stammen aus der Fussballjugend mit Jahrgang 2000 vom Sportclub Derendingen, und 32 Teilnehmende haben sich aus fünf verschiedenen Klassen des Solothurner Schulhauses Schützenmatt angemeldet.

Willisau statt Tenero: Den Ortswechsel begründet Organisationschef und Lager-«Übervater» Bruno Huber (Grenchen) mit grossen Änderungen an den beiden bisherigen Lagerorten. In Tenero, das sein Centro sportivo in den letzten Jahren deutlich ausgebaut hat, werde im Juni stets eine grosse Zeltstadt für mehr als 500 junge Sporttreibende eingerichtet, in der Behinderte seiner Ansicht nach recht verloren wären. Im freiburgischen Schwarzsee, das ebenso im Zweijahresturnus besucht wurde, wird die bisherige Militärunterkunft für die Belange eines Zivildienst-Ausbildungszentrums umgebaut. «Die gute Nachricht besteht aber darin, dass wir demnächst hier wieder unser Lager durchführen können. Denn Schwarzsee ist als Lager der kurzen Wege mit dem nahen See sehr geeignet für uns», so Huber.

Grosszügig unterstützt

Bruno Huber liess im Vorfeld wieder seine zahlreichen Beziehungen spielen und freut sich nun wie jedes Jahr an der Unterstützung durch vielerlei Sponsoren. Gerne nennt er die Service-Clubs in Solothurn und Olten, Zuwendungen aus dem Sporttotofonds und weitere materielle und ideelle Unterstützung. Am Dienstag, 9. Juni, lockt der traditionelle Besuchstag – diesmal mit Kantonsratspräsident Ernst Zingg.