Am untersten Emme-Abschnitt soll auch ein massives Hochwasser keine gravierenden Schäden mehr anrichten: Am Dienstag hat die Regierung den Verpflichtungskredit für den «Hochwasserschutz und Revitalisierung Emme, Wehr Biberist bis Aare» zuhanden des Kantonsrates verabschiedet. Der Kreditantrag beträgt 73,6 Mio. Franken.

Nach Abzug diverser Beiträge (unter anderem 36 Mio. Bundes- und 6,9 Mio. Gemeindebeiträge sowie 8,3 Mio. Franken aus dem kantonalen Altlastenfonds) betragen die Nettoinvestitionen für den Kanton 18,8 Mio. Franken. Der Grossteil der Kosten, nämlich 31,2 der 73,6 Mio. Franken, entfallen auf die Sanierung von drei Deponien.

Das Projekt wird nächste Woche öffentlich aufgelegt, die Volksabstimmung soll Anfang 2016 stattfinden. Konkret geht es um die letzten 4,8 Kilometer Flusslauf, bevor die Emme in die Aare mündet. Der Abschnitt ist während der Emme-Korrektion im vorletzten Jahrhundert stark verbaut worden und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. «Die beiden grossen Hochwasserereignisse in den Jahren 2005 und 2007 haben dies augenfällig gemacht», schreibt der Kanton.

Das Projekt soll sicherstellen, dass künftig auch ein Hochwasser, das statistisch gesehen nur alle 100 Jahre auftritt, keine Schäden mehr verursacht. Heute könnte dies gemäss Schätzungen 55 Mio. Franken Schaden verursachen. Kürzlich wurde bereits das Projekt Revitalisierung/Hochwasserschutz der Emme oberhalb des Wehrs Biberist abgeschlossen. (lfh)