Der Unterlauf der Emme stand diesen Sommer im Fokus, als am 24. Juli nach einem schweren Unwetter im Emmental riesige Wassermassen talwärts schossen und sich bei Luterbach in die Aare ergossen.

Gemäss den neusten Plänen soll in erster Priorität das Flussbett von heute rund 25 auf 40 bis 60 Meter verbreitert werden. Dazu müssen auch einzelne Dämme gebaut werden. Weitere Schutzmassnahmen betreffen den Schutz der Brücken vor Schwemmholz und die Sanierung der Uferverbauungen.

Ökologische Aufwertungen sollen zudem die Strukturvielfalt der Gewässerlandschaft erhöhen. Unter anderem entsteht im Emmenschachen in Luterbach, einem Auengebiet von nationaler Bedeutung, ein Hinterwasser als Aufenthaltsort für Jungfische und Stillgewässer für Amphibien.

Teure Deponiensanierung

Geplant ist ferner, die Bioschlammdeponie Biberist sowie die ehemaligen Kehrrichtdeponien Schwarzweg in Derendingen und Rüti in Zuchwil zu sanieren. An deren Stelle sollen Überflutungsflächen und neue Auenlebensräume entstehen.

Die Sanierungen der Deponien allein verschlingen fast die Hälfte der Gesamtkosten von 72,3 Millionen Franken.

Rund 90 Prozent der Kosten werden durch Bund und Kanton getragen. Die verbleibenden Kosten teilen sich die vier betroffenen Einwohnergemeinden. Vom 1. September bis zum 7. November wird der Entwurf des kantonalen Erschliessungs- und Gestaltungsplans öffentlich aufgelegt.

Bilder vom Hochwasser vom 24.Juli 2014: