Jura-Höhenweg
50 Meter lange Seilbrücke zwischen Hofbergli und Stierenberg geplant

Der wegen Steinschlaggefahr gesperrte Wegabschnitt des «Jura-Höhenwegs» beim Balmberg soll wieder sicher begangen werden können. Deshalb soll eine 50 Meter lange Seilbrücke zwischen dem Hofbergli und dem Niederwiler Stierenberg im Bereich des «Gschliffs» erstellt werden.

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Die visualisierte Seilbrücke im Gebiet Gschliff.

Die visualisierte Seilbrücke im Gebiet Gschliff.

zvg

Im Frühling 2017 musste die nationale Wanderroute Nr. 5 «Jura-Höhenweg» wegen akuter Steinschlaggefahr im «Gschliff» gesperrt werden. Die bestehende Wegumleitung bietet jedoch aufgrund des grossen Höhenunterschieds längerfristig keine befriedigende Lösung. Ausserdem wird die Gefahrenstelle trotz Verbot und Absperrung weiterhin rege begangen. Aus diesen Gründen besteht Handlungsbedarf.

«Eine Machbarkeitsstudie ergab, dass die Gefahrenzone am besten durch eine 50 Meter lange und 90 Zentimeter breite Seilbrücke umgangen werden kann», heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei. Damit würden die Freizeitnutzenden kanalisiert, was auch zu einer Beruhigung des angrenzenden Einstandsgebiets für Gämsen führe. Bei der Planung der Brücke strebt der Kanton eine optimale Eingliederung in die sensible Landschaft an.

Kredit beantragt

Für die Signalisation und den Unterhalt der Wanderwege haben gemäss Bundesgesetz über Fuss- und Wanderwege die Kantone zu sorgen. Der Kanton Solothurn wendet dafür jährlich 80'000 Franken im Rahmen eines Leistungsauftrages an die Solothurner Wanderwege auf.

Die Kosten für den Bau der Seilbrücke übersteigen dieses jährliche Budget für den Unterhalt der Wanderwege aber bei Weitem. Aufgrund der nationalen Bedeutung des Jura-Höhenweges wird dem Kantonsrat ein Verpflichtungskredit in Höhe von 683'000 Franken beantragt, um die nationale Wanderroute wieder auf dem ursprünglichen Weg begehbar zu machen. (sks)

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