Solothurn-Bucheggberg
5. slowUp bot viel Spass auf und neben der Strasse - neuer Teilnehmerrekord

Kein Autoverkehr störte Kinder und Erwachsene 5. slowUp auf ihrer Fahrt von Solothurn in den Bucheggberg und zurück. 36'000 Personen haben dieses Jahr am Grossanlass teilgenommen - das ist ein neuer Teilnehmer-Rekord.

Nadine Schmid
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slowUp Solothurn-Bucheggberg
62 Bilder
36'000 Personen nahmen am diesjährigen slowUp teil
Willkommen in Oberwil
Slalomfahren ist angesagt
Im Kreisel beim Bahnhof Solothurn
Pause auf dem Skateboard
Spass auf dem Trampolin
Die Brass Band Lommiswil im Festzelt bei der Kreuzackerbrücke in Solothurn.
Gewimmel am Bahnhof Lohn-Lüterkofen
Warten, bis der RBS-Zug vorbei ist
Und über die Gleise
Einer der zahlreichen Velo-Abstellplätze
Es wimmelt nur so von slowUp-Besuchern
Streckenposten schauen nach dem rechen...
Viele waren auch mit den Inline-Skates unterwegs
Auf der Hauptstrasse zwischen Biberist und Lohn-Lüterkofen
Auf der Hauptstrasse zwischen Biberist und Lohn-Lüterkofen
Die BDP Kanton Solothurn war mit einem besonderen Gefährt unterwegs
Mit Rollen unterwegs
Er hat Stöcke dabei
Einer der «heissen» Punkte und Ausgangspunkte des slowUp im Bucheggberg war der Kreisel in Biberist.
War auch beliebt: Den Kinderwagen vor sich her schieben
Die Solothurner Polizei war mit Segways unterwegs
Grossandrang in Schnottwil um die Mittagszeit
Grossandrang in Schnottwil um die Mittagszeit

slowUp Solothurn-Bucheggberg

Hans Ulrich Mülchi

Am Sonntag zog es die Leute in Scharen auf die verkehrsfreien Strassen Solothurns und des «Buechibärgs». Die Möglichkeit bot der fünfte slowUp. Das perfekte Wetter und die gute Stimmung verlockten geradezu, am Grossanlass teilzunehmen.

Unter den Teilnehmenden waren nicht nur Solothurner, sondern auch zahlreiche Leute aus anderen Kantonen anzutreffen. Manche reisen dem slowUp hinterher, der an verschiedenen Orten in der Schweiz angeboten wird, auch weil er alle Generationen anspricht: Man konnte am Sonntag beispielsweise gemütlich flanieren, sportlich aktiv sein oder sich an einem Plätzchen entspannt verköstigen.

In den Dörfern wurde man bestens bewirtschaftet und mit Musik unterhalten. Da die Strassen autofrei waren, scheute man sich als Fahrradfahrer auch nicht, das Handy hervorzunehmen, und zusammen mit den Freunden, ohne beim Fahren innezuhalten, ein Selfie zu schiessen.

Vor allem mit dem Velo unterwegs

Zu den regelmässigen Teilnehmern des Solothurner slowUp gehört die vierköpfige Familie Tschumi, die auf Velos unterwegs ist. «Wir sind dabei, seit es ihn gibt», erklärte Vater Daniel. «Weil die Kinder noch klein sind, machen wir die kleine Schlaufe von Solothurn über Lohn.»

Die meisten slowUp-er griffen zum Fahrrad, doch man war durchaus auch anders unterwegs. So traf man in Biberist auf ein junges Paar aus Bern, das zusammen mit dem Hund spazierte. «Für uns ist es das erste Mal. Es ist schön, alle nehmen Rücksicht aufeinander.» Bald drehten sie ab, um mit dem Hund ein Stückchen durch den Wald zu gehen. Im Schatten war es für den Vierbeiner angenehmer als in der Sonne.

5. slowUp

Die Strecke des slowUp Solothurn-Buechibärg bestand aus drei Schlaufen. Die erste (11 Kilometer) führte von Solothurn nach Biberist und zurück. Die zweite (7 Kilometer) von Biberist nach Lohn und die dritte und grösste Schlaufe (28 Kilometer) durch das Limpach-und Biberntal rund um den Bucheggberg.

Die Rahmenveranstaltungen in den Gemeinden und Dörfern machten den slowUp Solothurn-Buechibärg zu einem riesigen Volksfest. Über ein Dutzend Festplätze lockten mit kulinarischen, kulturellen und sportlichen Angeboten. Im Einsatz standen unter anderen 60 Vereine und mehr als 300 freiwillige Helferinnen und Helfer. (mgt)

Mit Cross Skates und Stöcken bewaffnet, fuhr Barbara Sandoz von Lohn bis nach Schnottwil und zurück. Damit ist sie sehr schnell unterwegs. Auf dem Rücken transportiert sie auf ihren Touren immer ein Reserverad. «Es ist wie Langlaufen», verglich sie fröhlich. Das Tolle sei auch, mal auf der Strasse fahren zu dürfen.

«Es ist sensationell», sagte Walker Daniel Jenzen, der zusammen mit seiner Frau Ruth eine Pause in einer der vielen Beizen einlegte. Der ältere Herr lacht: «Wenn ich das alles so sehe, ist für mich der Fall klar: Ich kaufe mir wieder ein Fahrrad. Diesen Anlass sollte es in Solothurn mehrmals im Jahr geben.» Der slowUp mit seiner Strecke von 46 Kilometern begeistert aus verschiedenen Gründen.

Viele entzückte, dass man spontan auf bekannte Gesichter trifft und in der Natur ist. Eine Frau, die mit ihrem Mann, Tochter und Enkel unterwegs ist, findet: «Jung und alt, Spitzensportler und Laie – alle sind miteinander unterwegs und es funktioniert.» Der Anlass setze aber Sportlichkeit nicht voraus. «Wir sind nur wegen der Geselligkeit dabei», erklärt denn auch eine ältere Frau, die zusammen mit ihrem Mann und einer Freundin an den Anlass gekommen ist.

Viele Anlässe am Strassenrand

Nebst der Verköstigung und der Musik gab es viele weitere Angebote, die zum Verweilen und Erleben einluden. Dazu gehörten Tanzeinlagen aber auch das Milchkannenklettern in Solothurn, bei dem man Kanne auf Kanne setzten musste um bis ganz nach oben zu gelangen. Die Grills bei den Essständen liefen auf Hochtouren. Und die vielen Helferinnen und Helfer sowie das Organisationskomitee waren bestrebt, den Gästen einen unvergesslichen Tag zu bieten.