Insgesamt hatten sich 170 Künstlerinnen und Künstler mit vorher eingereichten Dossiers von 606 Werken ums Mitmachen bei der Jahresausstellung 2012 beworben. Angenommen durch die Jury, welche mit Maria Brehmer und Anna Bürkli vom Kunstverein Solothurn, sowie Guido Magnaguagno als Jurypräsident und Nadia Schneider besetzt war, wurden insgesamt 85 Arbeiten von 48 Kunstschaffenden. Das erläuterte der Präsident des Kunstvereins Solothurn, Arjuna Adhihetty, bei einer kurzen Präsentation vor der Vernissage.

Brehmer und Bürkli haben die Arbeiten in den Parterre-Sälen des Kunstmuseums zu einer stringenten Ausstellung zusammengestellt. Auffallend ist die Beschäftigung vieler Künstler mit dem Thema Natur. Es gibt wenig gesellschaftskritische Positionen. Hingegen scheint es, als die reine Malerei und die Zeichnung sich vor allem auch bei jungen Künstlern jüngerer Jahrgänge immer grösserer Beliebtheit erfreut. Überhaupt entwickelt sich die Jahresausstellung immer auch mehr zu einer Entdeckungsreise jüngerer und noch weniger bekannter Kunstschaffender.

Luzia Hürzeler zeigt ihr Werk «Forelle» an der Jahresausstellung im Kunstmuseum Solothurn.

Luzia Hürzeler zeigt ihr Werk «Forelle» an der Jahresausstellung im Kunstmuseum Solothurn.

Freies Spiel im Kabinett

Zum vierten Mal findet gleichzeitig im Grafischen Kabinett das sogenannte «Freispiel» statt. Hier werden Künstler direkt vom Kunstverein eingeladen, welche in vergangenen Jahresausstellungen besonders aufgefallen sind. Es sind diesmal der Solothurner Fotograf Urs Amiet, die Günsbergerin Lina Müller und die Erschwilerin Kathrin Borer, sowie das zürcherisch/oltnerische Künstlerpaar Glaser/Kunz.

Bis 3. Feb. Vernissage heute 1.12. 17 Uhr.