Inva mobil
3158 Menschen bewegt und dabei 580'000 Kilometer zurückgelegt

Der Fahrdienst Inva mobil Solothurn kann seine Kunden nicht einfach stehen lassen – auch nicht, wenn das Geld ausbleibt.

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Mobilitätsbehinderte Personen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Das ist das Ziel von Inva mobil. (Symbolbild)

Mobilitätsbehinderte Personen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Das ist das Ziel von Inva mobil. (Symbolbild)

Keystone

Im Jahresbericht der Inva mobil, die vorübergehend oder dauernd mobilitätsbehinderte Personen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung steht, wird eine eindrückliche Bilanz gezogen. Im letzten Jahr wurden 3158 Menschen – die meisten von ihnen mehrfach – transportiert und dabei 580'000 Kilometer Wege zurückgelegt. Inva mobil beschäftigt 41 Mitarbeitende, entsprechend 24,5 Vollzeitstellen, und ist in den letzten Monaten strukturell neu ausgerichtet worden.

«Der Einsatz neuer Informatik-Technologien und die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglichen es, die Fahrteneinsätze wesentlich optimierter und dynamischer zu gestalten», erläutert Edgar Schreier. Dies, so der Vizepräsident von Inva mobil, komme letztlich wiederum den Kundinnen und Kunden zu Gute. Die genannten Aufwendungen und ebenso die stetige sicherheitstechnische Modernisierung der Fahrzeugflotte verursachen laut Geschäftsführerin Brigitta Galli hohe Investitionskosten. «Unsere Mitarbeitenden erhalten einen fairen Lohn. Doch reicht unser Ertrag nicht aus, um alle Kosten zu decken. Eine Preiserhöhung wollen wir nicht – deshalb sind wir auf Unterstützung angewiesen.»

Zur Illustration ihrer Aussage beschreibt Galli im Jahresbericht den Fall eines Kunden, der zwingend wöchentlich drei Mal zur Behandlung ins Spital gefahren werden muss. Als dessen Kontingent bei den Ergänzungsleistungen aufgebraucht war, stellte sich die Frage nach dem wie weiter. Galli: «Wir können den Fahrgast nicht einfach nicht mehr fahren. Diese Fahrten ins Spital sind überlebenswichtig. Also fahren wir ihn, im Wissen, dass wir wohl noch lange auf das Geld warten müssen.» Das sei bei weitem kein Einzelfall, betont die Geschäftsführerin: «Oft werden bei einem Todesfall die Erbschaften ausgeschlagen, wir erhalten einen Verlustschein und unsere erbrachten Leistungen werden nicht bezahlt.» (szr)